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✓ 2 dokumentierte Editionen — 32 Künstler haben teilgenommen

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2 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit

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Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen22023–2026
Jahre Geschichte4 Jahreseit 2023
Übliches LandSuecia

Über das Festival

Åre Sessions — in internationalen Listen manchmal ohne das schwedische “Å” als Are Sessions geschrieben — ist kein gewöhnliches Musikfestival neben einem Skigebiet. Seine Identität entsteht aus der Verbindung von Musik, Skikultur, Bergdorf, Saisonabschluss und dem besonderen Rhythmus von Åre in Jämtland. Seit seiner Premiere im Jahr 2017 gehört das Festival zum großen Abschlusswochenende der Skisaison. Genau daraus entsteht sein eigener Charakter: Es ist kein klassisches Sommerfestival, aber auch nicht bloß ein Après-Ski-Programm. Es ist ein Festival des Übergangs, wenn der Winter noch sichtbar ist und der Frühling bereits eine neue Energie in den Ort bringt.

Der Ort ist nicht austauschbar. Åre gibt dem Festival seine Struktur. Das Dorf lebt ohnehin von Bergen, Liften, Hotels, Restaurants, Bars, Pisten, Gästen, Einheimischen und einer intensiven sozialen Atmosphäre, die besonders zum Ende der Saison spürbar wird. Åre Sessions baut keine isolierte Festivalwelt außerhalb des Ortes. Stattdessen nutzt es den Ort selbst. Der Tag kann auf der Piste beginnen, später zu einem Konzert führen, dann in ein Restaurant, ein Hotel, eine Clubnacht oder in die große Arena des Holiday Club. Man verlässt die Destination nicht, um zum Festival zu gehen. Die Destination wird selbst zum Festival.

Das Multi-Venue-Format ist dabei entscheidend. Åre Sessions findet an mehreren Bühnen und Spielorten rund um Åre statt: in Bereichen der Skipisten, in kleineren Räumen im Dorf und in der größeren Arena unten beim Holiday Club. Dadurch bekommt das Festival verschiedene Gesichter. Ein Auftritt kann wie ein Teil des Skitags wirken, ein anderer wie ein konzentrierter Clubabend, ein weiterer wie ein großer Popmoment für ein breiteres Publikum. Dass der SkiPass als Festivalticket funktionieren kann, verstärkt dieses Konzept. Skifahren und Musik werden nicht als getrennte Angebote behandelt, sondern als zwei Seiten desselben Wochenendes.

Musikalisch orientiert sich Åre Sessions stark an der nordischen und europäischen Gegenwartskultur. Das Programm bewegt sich zwischen schwedischem Pop, Indie, Hip-Hop, elektronischer Musik, Club-Sounds, Alternative Rock, Singer-Songwriter-Momenten und Acts, die sich nicht sauber in eine einzelne Schublade legen lassen. Frühere Namen wie The Hives, Veronica Maggio, Miriam Bryant, Little Simz, Oskar Linnros und Studio Barnhus zeigen die Spannweite: Gitarrenenergie, emotionaler Pop, britischer Hip-Hop, skandinavisches Songwriting und glaubwürdige Clubkultur. Neuere und bestätigte Programme setzen diese Breite fort, mit Künstlerinnen und Künstlern wie Molly Sandén, Agnes, The Tallest Man on Earth, Cleo, Mind Enterprises, Honningbarna, Tjuvjakt, Adrian Lux, Per Hammar & Olga Korol und Johan Airijoki.

Die körperliche Erfahrung unterscheidet Åre Sessions deutlich von vielen anderen Festivals. Der Tag beginnt nicht erst vor der Bühne. Er beginnt mit Wetter, Schnee, Liften, Kleidung, Schuhen, Müdigkeit in den Beinen und der Frage, wie viel Energie man nach dem Skifahren noch für die Nacht hat. Am Morgen gehört der Ort dem Berg. Am Nachmittag wird das Festival sozialer. Am Abend verdichtet sich die Musik. In der Nacht verwandeln sich Dorf, Clubs und Arena in einen eigenen Parcours. Skijacken stehen neben Konzertoutfits, müde Körper finden noch einmal Kraft, und Menschen, die eben noch draußen unterwegs waren, drängen sich später in einem Venue vor einer Bühne oder einem DJ.

Gerade diese Mischung macht den Reiz aus. Åre Sessions zwingt niemanden, nur Festivalgast, nur Skifahrer oder nur Clubber zu sein. Das Publikum darf zwischen diesen Rollen wechseln. Man kann tagsüber Ski fahren, später schwedischen Pop hören, danach in einem kleineren Raum elektronische Musik erleben und zwischendurch den Ort selbst als Verbindung nutzen. Die Nebenaktivitäten wie Yoga, Toppturen, Skischule, Trailrunning und andere Bergerlebnisse wirken deshalb nicht wie bloße Dekoration. Sie passen zur Logik des Festivals, weil Åre nicht nur angeschaut, sondern benutzt werden soll.

Darin liegt die besondere Stärke von Åre Sessions. Viele Festivals könnten in eine andere Stadt ziehen und würden sich kaum verändern. Dieses Festival kann das nicht. Ohne Åre, ohne den Saisonabschluss, ohne SkiPass, Pisten, Dorfwege, Hotelräume, Clubs, Holiday Club und den Wechsel von Schnee zu Musik würde es seinen Kern verlieren. Die Musik ist wichtig, aber sie ist mit dem Ort verwachsen. Åre Sessions ist ein Festival, das aus einer Jahreszeit entsteht. Es fühlt sich an wie die letzte Feier des Winters und gleichzeitig wie der erste Festivalmoment des Sommers. Genau diese Doppeldeutigkeit macht es so eigen.

Offizielle Website · www.aresessions.se

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Steckbrief

Üblicher Monat
April
Typische Dauer
4 Tage
Übliche Stadt
Åre, Jämtland
Verschiedene Städte
2
Erste Edition
2023

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