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ELECTRONIC ROCK - HOUSE - TECHNO
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2025
Top-Künstler
Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.
27 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
2026Dreambeach Villaricos 2026 (15205)
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
Dreambeach wuchs mit Blick auf das Mittelmeer. Mehr als ein Jahrzehnt lang war das Festival kaum von Villaricos-Palomares an der Küste von Almería zu trennen. Dort verbrachten Zehntausende mehrere Tage zwischen riesigen Bühnen, Campingflächen, Strand und Nächten, die oft weit über den Sonnenaufgang hinausgingen. Die Premiere 2013 dauerte nur zwei Tage, zog aber bereits mehr als 60.000 Menschen an. Sehr schnell überschritt das Projekt die Grenzen eines spezialisierten Elektronikfestivals. Techno, EDM, Drum & Bass, Dubstep, Trance, Hardstyle, Breakbeat und Hip-Hop konnten gleichzeitig Teil eines immer größer werdenden Programms sein. Dreambeach entwickelte sich dadurch zu einem der zentralen elektronischen Sommerfestivals Spaniens.
Die Vorgeschichte führt direkt zu Creamfields Andalucía. Grupo Hermanos Toro hatte viele Jahre mit dieser internationalen Marke gearbeitet, bevor das Projekt 2013 unter einer eigenen Identität neu gegründet wurde. Dreambeach Villaricos übernahm damit Erfahrung, Publikum und einen bereits mit elektronischen Großveranstaltungen verbundenen Standort, begann jedoch bewusst eine neue Editionszählung. The Prodigy, Loco Dice, Vitalic, Pendulum, Camo & Krooked, Feed Me, Laidback Luke, Josh Wink, Ben Sims, Chris Liebing und Noisia gehörten zum ersten Programm. Schon diese Mischung zeigte, dass Dreambeach gleichzeitig auf spektakuläre Mainstage-Acts und auf spezialisierte Techno- oder Bass-Szenen setzen wollte.
Das Wachstum in Villaricos verlief außergewöhnlich schnell. 2015 kamen hunderttausend Menschen, 2016 mehr als 160.000 und zum fünften Jubiläum 2017 rund 175.000 über sechs Tage hinweg. Inzwischen funktionierte Dreambeach fast wie eine provisorische Stadt am Meer. Camping war kein Nebenangebot, sondern ein sozialer Mittelpunkt. Zelte, Strand, Wege zwischen den Bühnen und die langen Stunden außerhalb der eigentlichen Sets bestimmten den Rhythmus ebenso wie die Musik. Die Bezeichnung „dreamers“ für das Publikum bekam dadurch eine konkrete Bedeutung. Für einige Tage entstand eine eigene Gemeinschaft mit Tagesabläufen, Treffpunkten und Ritualen, die weit über das klassische Konzert hinausgingen.
Musikalische Offenheit war dabei entscheidend. Axwell /\ Ingrosso, Martin Garrix, Hardwell und David Guetta standen für das enorme Produktionsniveau des Mainstreams; Richie Hawtin, Ricardo Villalobos, Carl Cox, Adam Beyer, Marco Carola oder Solomun verbanden unterschiedliche Generationen von Techno und House; Pendulum, Noisia, Sub Focus und Dimension hielten Drum & Bass und Bass Music dauerhaft im Programm. Hardstyle, Dubstep, Breakbeat und Rap ergänzten die Mischung. Dreambeach war nie ein puristisches Festival. Gerade der Wechsel zwischen einer gigantischen Show, einer dunklen Techno-Arena und einem basslastigen Bereich machte einen wesentlichen Teil des Erlebnisses aus. Unterschiedliche Szenen sollten nicht getrennt, sondern innerhalb derselben Nacht nebeneinander erfahrbar werden.
2019 erreichte die ursprüngliche Ära einen weiteren Höhepunkt. Rund 160.000 Menschen kamen zur siebten Ausgabe mit Armin van Buuren, Steve Aoki, Don Diablo, Paul Kalkbrenner, Adam Beyer, Seth Troxler, Steve Angello, Fisher, Stephan Bodzin und Marco Carola. Danach unterbrach die Pandemie die jährliche Folge. 2020 fand keine reguläre Ausgabe statt. 2021 organisierte Dreambeach in Granada ein Sonderereignis mit Armin van Buuren, Netsky, 999999999 und I Hate Models, das allerdings nicht zur Hauptzählung gehörte. Die tatsächliche achte Ausgabe kehrte 2022 nach Villaricos-Palomares zurück und zog etwa 110.000 Menschen an. Parallel zeigte ein weiteres Sonderformat in El Puerto de Santa María, dass die Marke auch außerhalb ihrer traditionellen Heimat funktionieren konnte.
Die neunte Ausgabe 2023 wurde schließlich zum Abschied von Villaricos. Etwa 135.000 Besucher erlebten das letzte reguläre Dreambeach auf jenem Gelände, das die Marke seit 2013 geprägt hatte. Zum zehnten Jubiläum zog das Festival nach Retamar–El Toyo in die Stadt Almería. Die Geschichte begann dort nicht neu: 2024 wurde ausdrücklich als zehnte Ausgabe gezählt. David Guetta, Timmy Trumpet, Nico Moreno, R3HAB, W&W, Brennan Heart, Paco Osuna und Loco Dice eröffneten die neue Phase. 2025 folgten mehr als 90.000 Besucher sowie Will Smith, Fatboy Slim, Steve Angello, Sub Focus, Dimension, Amelie Lens und Ben Klock. Die musikalische Breite blieb erhalten, auch wenn sich Landschaft und Infrastruktur vollständig verändert hatten.
2026 folgte der nächste große Schritt. Dreambeach verließ erstmals die Provinz Almería und zog nach Vélez-Málaga. Unter der Bezeichnung Dreambeach Costa del Sol wurde die zwölfte Ausgabe auf zwei intensive Tage am 31. Juli und 1. August konzentriert. Vier Bühnen entstanden auf dem Recinto Ferial. Eric Prydz, Nico Moreno und Sasha & John Digweed prägten den Freitag, während David Guetta am Samstag seine Monolith-Produktion präsentierte. Dazu kamen Loco Dice, Luciano, Paco Osuna, Korolova, Brennan Heart, Mathame, Nicole Moudaber, SNTS, Hannah Wants und zahlreiche Bass- und Drum-&-Bass-Acts. Das Format war kürzer, doch die stilistische Spannweite blieb ein grundlegendes Merkmal.
Der Umzug an die Costa del Sol zeigt, wie sehr Dreambeach inzwischen von einem einzigen Ort unabhängig geworden ist. Villaricos lieferte die ursprüngliche Mythologie, Retamar bewies die Beweglichkeit der Marke und Vélez-Málaga eröffnet nun ein weiteres Kapitel. Die offizielle Editionszählung blieb über sämtliche Ortswechsel hinweg ungebrochen. Für 2027 gibt es bislang keine bestätigten Termine, doch die Ausgabe 2026 wurde erfolgreich durchgeführt. Nach zwölf Hauptausgaben lässt sich Dreambeach deshalb weniger als Festival einer bestimmten Küste denn als wandernde elektronische Institution verstehen. Was mitreist, sind das Publikum, die großen Produktionen und die ungewöhnliche Bereitschaft, Mainstage-Euphorie, Techno-Dunkelheit und Basskultur innerhalb derselben Festivalidentität zusammenzuhalten.
Genres
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