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Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen12023–2023
Jahre Geschichte21 Jahreseit 2006
Übliches LandNiederlande

Über das Festival

Lief Festival ist ein House- und Techno-Festival in Utrecht, Niederlande. Die erste Ausgabe fand am Samstag, dem 9. September 2006, statt, auf dem Recreatieterrein Strijkviertel 32. XSENSE, auch X-Sense geschrieben, hat es organisiert. Es ist nicht Love Festival. Es ist auch nicht Loveland und nicht Lowlands. Der Name ist niederländisch: lief heißt intim, kein englisches Wort. Das Gelände ist ein See mit Wald, etwa zehn Minuten mit dem Rad vom Zentrum, Richtung Oudenrijn.

Dieser erste Samstag lief von zwölf mittags bis Mitternacht. Es gab drei Bühnen und eine Obergrenze von etwa zweitausend Menschen. Der Vorverkauf kostete zwanzig Euro. Das Maß war ein ganzer Tag auf einem Freizeitgelände, kein Zelt-Wochenende. Man kommt mit dem Rad. Man stellt das Rad am Wasser ab. Man läuft zwischen Bäumen und Ufer. House und Tech-House passten in dieses Maß: nah am See, ohne Stadiongelände.

Das Line-up 2006, festgehalten bei DJGuide, erklärt die Musik. Kevin Saunderson trug das Detroit-Gewicht. Laidback Luke, Marysol, Sidney Samson, Tony Cha Cha, Nuno dos Santos, D-Rashid, Melvin Reese und Rob Soulfire füllten einen Tag House und Tech-House. Es war kein Trance-Zettel und kein Pop-Zettel. Es war ein Samstag niederländischer Floors mit einem amerikanischen Pionier oben. Wer nach Strijkviertel kam, hörte Kicks und Bass am Wasser, keine Rockbühne.

2007 sagte Hubert van de Vecht von X-sense das klar: lief ist intim und es ist Niederländisch. In dem Jahr ging das Treffen von zwei auf vier Bühnen und von etwa zweitausend auf etwa viertausend Menschen. Es war fast ausverkauft. Die Intimität im Namen stieß an das Wachstum. Der See war noch da. Der Wald auch. Geändert haben sich die Zahl der Floors und die Länge der Schlange. XSENSE machte nicht nur Lief. Es trieb auch Supersunday und Riverdance. Der Hausstempel war Electronic Dance auf Tagesgeländen, nicht ein einziger Titel.

Der After 2007 wanderte in den Club Poema, in der Stadt. Das Seegelände schließt um Mitternacht. Die Clubnacht beginnt danach. Wer den ganzen Samstag machte, konnte vom Wald in einen Raum wechseln. Wer nur den See wollte, fuhr um zwölf mit dem Rad weg. Dieser Schnitt ist praktisch: Strijkviertel ist kein 24-Stunden-Camping. Es ist ein Freizeitgelände mit Schlusszeit. Utrecht bekommt die Stille des Wassers zurück und der Club nimmt, wer noch einen Floor will.

Der Weg prägt den Charakter. Zehn Minuten mit dem Rad vom Zentrum sind keine Landreise zu einem Festival. Es ist ein Stadtweg mit Bäumen am Ende. Oudenrijn liegt am Stadtrand. Man hört den See, keinen Bahnsteig. Man sieht Wald, keine Messehalle. Niederländische Septemberhitze kann mild sein. Niederländischer Septemberregen ist es nicht. Das Freizeitgelände saugt sich voll. House-Schuhe sind nicht für Schlamm gebaut, aber das Gelände ist auch kein Stadion-Asphalt. Wer in Utrecht wohnt, kann am selben Samstag zweimal hin und zurück. Wer von außerhalb kommt, stellt ein Leihfahrrad ans Wasser und misst den Tag an der Mitternachtssperre, nicht an einem Zelt. Der See bleibt zwischen den Bühnen im Blick. Das ist das Maß des Geländes. Essen kommt vom Stand am Ufer, nicht vom Kocher im Zelt.

Lief darf man nicht als Love lesen. Love Festival und Loveland sind andere Marken, andere Gelände, andere Publika. Lowlands ist ein anderes Maß: ein großes Wochenende, ein anderes Gelände und ein anderes Publikum. Lief passt in einen kurzen Satz: ein House-Samstag an einem Utrechter See, mit niederländischem Namen. Die Verwechslung kommt von Leuten, die lief in love drehen. Van de Vecht hat das 2007 gekappt. Diese Erklärung soll nicht wieder aufgehen, als wäre der Name englisch.

Der Tag 2006 muss sich eng angefühlt haben. Zweitausend Menschen, drei Bühnen, zwölf Stunden. Man konnte Saunderson hören und zu einem lokalerem Floor wechseln, ohne eine halbe Stunde im Gang zu verlieren. 2007, mit doppelter Kapazität und mehr Bühnen, verlangte derselbe See mehr Schlange und mehr Entscheidung. Fast ausverkauft heißt, das Freizeitgelände füllte sich. Es heißt nicht, Utrecht sei ein Fünfzigtausend-Gelände geworden. Der Wald misst das Festival weiter. Zwischen den Bühnen sieht man weiter Wasser. Diese Sicht wächst nicht, wenn die Menge sich verdoppelt. Es stehen nur mehr Leute davor. Supersunday und Riverdance zeigen, dass XSENSE mehrere Tagesformate fuhr, nicht nur einen Titel am See. Lief bleibt der Samstag mit dem niederländischen Namen.

Lief Festival liest man als den XSENSE-Samstag in Strijkviertel: House und Techno am See, Rad vom Zentrum, ein intimer niederländischer Name. Kevin Saunderson und Laidback Luke erklären das erste Line-up. Van de Vecht erklärt den Namen. Club Poema erklärt den After. Love, Loveland und Lowlands erklären, was es nicht ist. Der See von Oudenrijn erklärt den Rest. Das Gelände bleibt Freizeitgelände, kein Stadion. Zwölf Stunden, dann Rad nach Hause oder Club in der Stadt.

Offizielle Website · www.lieffestival.nl

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Genres

HOUSE

TECHNO

Steckbrief

Üblicher Monat
September
Typische Dauer
1 Tage
Übliche Stadt
Utrecht
Veranstalter
XSENSE
Erste Edition
2006

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