2023–2026

HIP HOP - HOUSE - TECHNO

By the Creek

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✓ 2 dokumentierte Editionen — 62 Künstler haben teilgenommen

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2 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit

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Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen22023–2026
Jahre Geschichte11 Jahreseit 2016
Übliches LandVereinigte Staaten

Über das Festival

Nur wenige Festivals können eine Autobahnbrücke zu ihrem wichtigsten Symbol machen. Bei By the Creek wird die gewaltige Betonstruktur über Middelwaard nicht versteckt, sondern genutzt. Darunter liegt The Bridge, eine Tanzfläche, auf der Bass gegen Pfeiler und Decke schlägt, während nur wenige Gehminuten entfernt Strand und Wasser eine völlig andere Sommerstimmung erzeugen. Dieser Gegensatz zwischen harter Infrastruktur und Freizeitsee prägt das Festival stärker als jedes künstliche Motto. Vianen liegt direkt daneben, Utrecht ist schnell erreichbar und ein Campingplatz gehört nicht zum Konzept. Man kommt für einen langen Tag am Wasser und unter der Brücke, bevor das Gelände gegen elf Uhr abends langsam wieder in seinen normalen Zustand zurückkehrt.

Die erste Ausgabe fand am 9. Juli 2016 statt. ZeeZout, Vunzige Deuntjes, KLEAR und BASIS brachten jeweils ihre eigenen Communities und Sounds mit. Dadurch konnte By the Creek von Anfang an House, Disco, Techno, Hip-Hop und R&B nebeneinanderstellen, ohne daraus zwanghaft ein einziges Genre zu machen. „Life is better By the Creek“ passte zu einer Veranstaltung, die sich wie ein kurzer Sommerausflug außerhalb des Alltags anfühlen wollte, ohne dafür weit von der Stadt entfernt zu sein. Die ersten Ausgaben waren ausverkauft. Gerade die Tatsache, dass verschiedene Szenen ihre Eigenständigkeit behalten konnten, erwies sich als Stärke. By the Creek war zunächst weniger eine einheitliche Party als ein gemeinsames Gelände für mehrere.

In den folgenden Jahren wurde diese Struktur immer ausgeprägter. BASIS nutzte den Bereich unter der Brücke für Techno, ZeeZout stand stärker für House und Disco, Vunzige Deuntjes für Urban Music, während weitere Hosts je nach Ausgabe hinzukamen. 2018 konnten Todd Terje und Mall Grab im selben Festival wie Speedy J, Perc und FJAAK spielen. 2019 standen I Hate Models, Rebekah und Tommy Four Seven neben Jeremy Underground, DJ Sneak, Young Marco oder Broederliefde. Die musikalische Vielfalt war nicht nur auf dem Poster sichtbar. Jede Area wurde von einer Organisation mit eigener Geschichte kuratiert und zog teilweise ein deutlich anderes Publikum an. Der Wechsel zwischen Bühnen bedeutete deshalb oft auch einen Wechsel der sozialen und musikalischen Umgebung.

Middelwaard machte diese Idee räumlich besonders glaubwürdig. Grasflächen, Deiche, Sand, Wasser und die große A2-Brücke bilden ein ungewöhnliches Veranstaltungsgelände. By the Creek lernte, diese Unterschiede nicht auszugleichen, sondern zu verstärken. Am Strand entstand eine offene, helle Area; unter der Autobahn konnte selbst am Nachmittag eine Atmosphäre entstehen, die an einen Warehouse-Rave erinnerte. Andere Bühnen nutzten Grünflächen und Höhenunterschiede. Die Wege waren kurz genug, um spontan zu wechseln, aber lang genug, damit jede Zone ihren eigenen Charakter behalten konnte. Mit der Zeit wurde die Brücke selbst zum visuellen Markenzeichen. Viele Aufnahmen lassen sich allein an der Menschenmenge unter dem Beton eindeutig dem Festival zuordnen.

2020 und 2021 unterbrach die Pandemie diese Entwicklung. 2022 kam By the Creek zurück und änderte gleichzeitig sein Format: Zum ersten Mal wurde daraus ein zweitägiger Weekender. BASIS, Vunzige Deuntjes, ZeeZout, Nachtcollege, No Diggity und Fiesta Macumba boten sechs unterschiedliche musikalische Richtungen. Die Kommunikation forderte das Publikum ausdrücklich dazu auf, die eigene Blase zu verlassen. Wer wegen Hard Techno kam, sollte vielleicht bei House hängenbleiben; wer einem Urban-Act folgte, konnte auf dem Weg eine andere Szene entdecken. Nach den ausgefallenen beziehungsweise verschobenen Jahren passte diese Offenheit gut zum Neustart. Der Festivalbesuch wurde als Wiederentdeckung inszeniert, nicht nur als Rückkehr zu einer alten Gewohnheit.

Zwischen 2023 und 2025 erreichte das Modell seine größte Ausdehnung. Clara Cuvé, Anetha, DJ Heartstring, Chris Liebing, Klangkuenstler, Rebekah, horsegiirL, Dax J, SPFDJ, Patrick Mason, SNTS, Patrick Topping, Paco Osuna und Benny Rodrigues zeigen gleichzeitig, wie deutlich sich der Schwerpunkt inzwischen in Richtung Clubmusik verschob. Urban Areas blieben vorhanden, doch Techno und House entwickelten sich immer stärker zum Kern. Irgendwann stellte sich deshalb die Frage, ob By the Creek tatsächlich weiterhin fünf oder mehr verschiedene Festivals gleichzeitig sein musste. Veränderungen rund um Apenkooi Ende 2025 beschleunigten diese Diskussion. ZeeZout und Joost Holthuizen übernahmen mehr Verantwortung und entschieden sich ausgerechnet zum zehnjährigen Jubiläum gegen weiteres Wachstum.

2026 blieben nur noch **The Beach und The Bridge**. Frühere Bühnenflächen wurden zu Sitzbereichen, Foodcourt und Bewegungsraum, während Produktion und Aufmerksamkeit auf zwei große Areas konzentriert wurden. Auch musikalisch wurde radikal reduziert. Statt Hip-Hop, R&B, Disco, House und Techno gleichzeitig abzudecken, richtete sich die neue Version klar auf House, Techno, Hard Techno und Hard Dance aus. Sara Landry, Kobosil, Trym, Ben Hemsley, DJ Gigola, Morgan Seatree, Cynthia Spiering, Luuk van Dijk und Benny Rodrigues repräsentierten verschiedene Intensitäten dieses Spektrums. Vielfalt bestand nun nicht mehr zwischen völlig unterschiedlichen Szenen, sondern innerhalb elektronischer Clubmusik.

Gerade diese Verkleinerung wirkte wie ein Neustart. The Bridge blieb die prägende Szene: Tausende Menschen unter einer Autobahnkonstruktion, deren Beton plötzlich nicht mehr Verkehrsinfrastruktur, sondern Decke eines Raves ist. The Beach bildete dazu den offenen Gegenpol am Wasser. Für den 3. und 4. Juli 2027 ist bereits die nächste Ausgabe bestätigt, erneut mit zwei Tagen und zwei Bühnen. Die Entwicklung von By the Creek verläuft damit anders als bei vielen Festivals. Zehn Jahre lang wuchs es durch zusätzliche Hosts, Sounds und Areas. Seine zweite Phase begann damit, vieles davon wieder zu entfernen. Der Ort blieb unverändert; nur die Entscheidung darüber, welche Musik dort wirklich im Mittelpunkt stehen soll, wurde wesentlich klarer.

Offizielle Website · bythecreekfestival.com

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Genres

HIP HOP

HOUSE

TECHNO

Steckbrief

Üblicher Monat
Juni
Typische Dauer
3 Tage
Übliche Stadt
Laytonville, California
Verschiedene Städte
2
Besuchte Länder
2
Veranstalter
BASIS, ZeeZout, Vunzige Deuntjes y KLEAR
Erste Edition
2016

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