2016–2027

INDIE - POP - ROCK

Down The Rabbit Hole

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✓ 10 dokumentierte Editionen — 130 Künstler haben teilgenommen
Nächste Edition

Down The Rabbit Hole 2027

Wann

2027

Top-Künstler

Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen102016–2027
Jahre Geschichte13 Jahreseit 2014
Übliches LandNiederlande

Über das Festival

Down The Rabbit Hole benutzt eine grüne Landschaft nicht einfach als Kulisse für ein Musikfestival, sondern versucht, sie selbst zum Teil des Programms zu machen. De Groene Heuvels nahe Nijmegen, zwischen Maas und Waal, bietet Wiesen, Waldwege und einen See, in dem Besucher tagsüber schwimmen können. Dazwischen stehen große Zelte, kleine Clubs, Restaurants, Kunstinstallationen und temporäre Räume, die oft bewusst schwer einzuordnen sind. Seit der ersten Ausgabe 2014 gehört das Umherwandern zum Konzept. Das Line-up ist wichtig, doch ebenso wichtig ist die Möglichkeit, den Timetable zu ignorieren, in den Wald abzubiegen und etwas zu entdecken, das beim Ticketkauf überhaupt keine Rolle gespielt hatte.

MOJO kündigte das Festival während Lowlands 2013 an, weshalb die frühe Beschreibung als kleiner Bruder von Lowlands fast unvermeidlich war. Beide teilten Organisatoren, Camping, eine Vorliebe für anspruchsvolle Pop- und Alternativmusik und die Überzeugung, dass ein Festival weit mehr bieten müsse als Bühnen. Die Premiere vom 27. bis 29. Juni 2014 hatte jedoch eine deutlich andere Größe. Rund zehntausend Menschen kamen für The Black Keys, Damon Albarn, Foals, MGMT, Warpaint, Little Dragon, De Staat und The Brian Jonestown Massacre nach De Groene Heuvels. Auf dem weiten Gelände entstand dadurch eine ungewöhnliche Ruhe. Die Veranstalter wollten wachsen, aber nicht möglichst schnell jede freie Fläche mit Publikum füllen.

Der internationale Zuspruch kam sofort. Nach der ersten Ausgabe gewann Down The Rabbit Hole bei den European Festival Awards den Preis als Best New Festival. Gleichzeitig sprachen die Verantwortlichen von einem Projekt, das über Jahrzehnte aufgebaut werden sollte. Die Besucherzahlen stiegen tatsächlich schrittweise: ungefähr fünfunddreißigtausend gegen Ende der 2010er, etwa fünfundvierzigtausend nach der Pandemie und erstmals mehr als fünfzigtausend im Jahr 2025. Mit dem Wachstum wurden jedoch auch die Zwischenräume stärker programmiert. Kunst, Theater, Workshops, Restaurants, versteckte Partys und Nachtclubs sollten verhindern, dass sich das Wochenende ausschließlich auf den Weg zwischen den größten Namen reduziert.

Die historischen Hauptbühnen Hotot, Fuzzy Lop und Teddy Widder tragen die Namen verschiedener Kaninchenrassen. Rund um diese festen Orientierungspunkte entstehen Waldflächen, kleinere Spielorte und wechselnde Clubs. Der See bestimmt den Tagesrhythmus genauso wie die Musik: Morgens kann man schwimmen, nachmittags vor einer Indie-Band stehen und Stunden später in einer elektronischen Nacht verschwinden. Das Camping erweitert diese Erfahrung. Die ersten Besucher kommen bereits am Donnerstag, während die letzten erst am Montag abreisen. Aus drei offiziellen Festivaltagen wird so ein längerer gemeinsamer Aufenthalt, bei dem Konzertgelände und Urlaubsort kaum noch voneinander zu trennen sind.

Musikalisch war DTRH immer wesentlich breiter als sein Indie-Ruf. 2017 standen Fleet Foxes, Father John Misty, Warpaint und Spoon neben Bonobo, Nicolas Jaar, De La Soul, Soulwax und Moderat. 2019 trafen Thom Yorke, Editors, Foals und Vampire Weekend auf Robyn, Skepta, Janelle Monáe, Grace Jones, Rosalía, The Roots, Kamasi Washington, Khruangbin und Underworld. Diese Offenheit ist bis heute zentral. Ein Nachmittag kann mit Gitarren und Songwriting beginnen, über Hip-Hop, Jazz oder Soul führen und nachts in House, Techno oder experimentelle Elektronik übergehen. Die verbindende Idee ist weniger ein Genre als die Erwartung, dass das Publikum neugierig genug ist, unterschiedlichen Szenen zu folgen.

Die Pandemie brachte die einzige längere Unterbrechung. Die Ausgabe im Juli 2020 wurde aufgrund des niederländischen Veranstaltungsverbots abgesagt. 2021 versuchte MOJO eine außergewöhnliche Lösung: Down The Rabbit Hole sollte Ende August stattfinden und einmalig auf das Lowlands-Gelände in Biddinghuizen umziehen. Unter dem Titel Rabbits in the Lowlands war eine spezielle Zwischenversion geplant, doch auch sie musste wegen der weiterhin geltenden Einschränkungen für mehrtägige Campingveranstaltungen abgesagt werden. Die tatsächliche Rückkehr erfolgte im Juli 2022 in De Groene Heuvels mit Gorillaz, Erykah Badu, HAIM, The War on Drugs, The Smile, Disclosure, St. Vincent, Phoebe Bridgers, Little Simz, Bicep und Moderat.

Danach erreichte das Festival seine bislang größte Dimension. 2025 kamen erstmals mehr als fünfzigtausend Menschen, während Massive Attack, Underworld, Beth Gibbons, FKA twigs, Iggy Pop, Patti Smith, Tems, Wet Leg und Amyl and the Sniffers Generationen und Szenen verbanden. 2026 verlief der Ticketverkauf langsamer. Statt die Produktion trotzdem auf die bisherige Maximalgröße auszurichten, reduzierte MOJO die geplante Kapazität auf rund zweiundvierzigtausend Besucher. Florence + The Machine, Little Simz und The xx führten das Wochenende an; außerdem spielten David Byrne, Empire Of The Sun, Loyle Carner, The Last Dinner Party, Beirut, Apparat, Overmono, Johnny Marr und Sierra Ferrell. Die geringere Dichte erinnerte manche Bereiche fast an frühere Jahre.

Vom 2. bis 4. Juli 2027 geht es erneut nach De Groene Heuvels. Mehr als ein Jahrzehnt nach der Premiere benötigt Down The Rabbit Hole den Vergleich mit Lowlands kaum noch. Das Festival besitzt eine eigene Bildsprache, eigene Rituale und ein Publikum, das gelernt hat, den Ort ebenso ernst zu nehmen wie das Programm. Seine wichtigste Leistung besteht vielleicht darin, Wachstum nicht vollständig mit Kontrolle gleichgesetzt zu haben. Zehntausende kommen wegen bekannter Künstler, aber überall werden sie ermutigt, ihren Plan zu verlassen: in den See springen, einem Waldweg folgen, ein unbekanntes Zelt betreten oder sich von Musik leiten lassen, deren Herkunft man nicht sieht. Das eigentliche Kaninchenloch beginnt dort, wo der Stundenplan aufhört.

Offizielle Website · downtherabbithole.nl/english

Social Media

Genres

INDIE

POP

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
Juli
Typische Dauer
3 Tage
Übliche Stadt
Beuningen
Verschiedene Städte
2
Längste Serie
6 Jahre hintereinander
Veranstalter
Mojo Concerts (Eric van Eerdenburg)
Erste Edition
2014

Zeitstrahl

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