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2 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
Metropolis war das kostenlose Eintagesfestival im Zuiderpark, am Südufer der Nieuwe Maas, in Rotterdam. Die Vorstellungsseite sagt, seit 1988 stelle es einem großen Publikum neue Musik vor, Bands und Nummern kurz vor dem Durchbruch, und gute Musik müsse man live hören. Stichting Nemesis veranstaltete es. Rutger Wolfson saß dem Vorstand vor. Die Direktorin, auf dem Gelände, ist Saskia Piqué. Der Sonntag, den die Besuche schließen, ist der 7. Juli 2024. Das Blatt nennt ihn die 35. Ausgabe und lässt ihn kostenlos. Zählt man einen Sommer seit 1988, fällt jener Sonntag nicht auf die 35. Beide Zählungen bleiben stehen.
Die Startseite, die von jenem Tag noch hängt, druckt die Zeiten 13:00 bis 22:00. Das ist das Blatt, nicht der Bericht, wann die letzte Note klang. Derselbe Text setzt Performance, Film und Street Art neben die Musik. Die Infoseite sagt, im Schnitt fänden etwa 30.000 den Park am ersten Sonntag im Juli. Das ist ihre übliche Zahl, kein Drehkreuz jenes Sonntags. Sie empfiehlt nachdrücklich das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr. Die Regeln jenes Jahres sagen, man könne nicht bei Ahoy Rotterdam parken, die Garagen von Zuidplein hätten wenig Platz, und es gebe Park-and-ride an 15 Metrostationen, darunter Alexander, Slinge und Kralingse Zoom. Eine Juni-Vorschau schreibt etwas anderes: eintreten nahe dem Parkplatz von Ahoy, und einen Tagespreis, den diese Seite auf etwa 15 Euro im Parkhaus P2 rechnet. Die beiden Blätter beschreiben nicht dasselbe Tor. Das eine rechnet mit dem Parkhaus, das andere schließt genau diesen Platz.
Der Besuch vom Tag nach jenem Sonntag nennt es eine durchnässte Ausgabe. Die städtischen Werke pumpen die Abläufe leer. Kinder spielen in den Pfützen. Das Gras ist gesättigt, sogar im Zelt der Bühne New Garden. Das Feld bleibt eine gute Weile leer. An den Bierständen gibt es keine Schlangen. Die Leute drängen sich an die mit Plane gedeckten Picknicktische. Am späten Nachmittag hört der Regen auf und eine Sonne kommt heraus. Die Zeitschrift sagt, die Bühnen nähmen Rache an der Kritik an der Richtung des Programms vom Jahr davor. Das ist keine Namensordnung. OPEN Rotterdam hält Piqué auf dem Gelände fest: es ist das zweite Mal, dass sie den Tag organisiert, und sie sagt, sie stehe nicht da, als wäre es der letzte. Ein Mann sagt, er schaue gern Leute an und entdecke neue Bands. Eine Frau sagt, zu Metropolis müsse man immer gehen, trotz des Wetters.
Das Geld stand schon vor dem Öffnen in den Papieren. Das AD schreibt am 28. Juni, die Organisation habe die Stadt um 300.000 Euro für vier Jahre gebeten, und ohne Zuschuss könne der Sonntag der letzte sein. Die spätere Mitteilung sagt, die städtischen Zuschüsse, von denen das Festival zum großen Teil abhing, seien nach einem negativen Gutachten über den Kulturplanantrag für die Strecke, die 2025 öffnet, ganz gestrichen worden. Ein einstimmig vom Stadtrat angenommener Antrag gab eine Summe zurück. Wolfson dankt dem Rat und sagt, die Zahl sei weit unter dem Nötigen geblieben. Die Stiftung suchte den Rest und kam nicht rechtzeitig an. Sie erklärt deshalb, es sei finanziell unverantwortlich, die Vorbereitungen für den folgenden Sommer zu beginnen. Die Mitteilung nennt diese Lücke das erste Mal in 35 Jahren ohne Festival im Park. Die Stiftung kündigt an, sie werde bald aufhören zu bestehen. Ohne einen klaren Horizont, sagt sie, lasse sich die Organisation nicht halten.
Wolfson nennt den Tag einen Beweis, dass es ein großes und verschiedenes Publikum für ein kostenloses Festival gibt, mit einem kühnen Programm und jungem Talent, oft aus der Stadt, in einem Teil der Stadt, der wenig Kulturzuschuss erhält. Er sagt, Künstler, die heute bekannt sind, hätten dort gestanden, bevor jemand ihren Namen hörte, und für viele sei es ein erstes Festival gewesen. Er spricht von einer Petition, die in großer Zahl beantwortet wurde, und von einem Platz im Kalender von Rotterdam Festivals. Er hofft, eine andere Organisation werde ein ähnliches Festival aufziehen. De Havenloods schreibt, der Name dürfe benutzt werden und sei nicht Pflicht, und auch ein anderes kostenloses Festival im Süden ginge. Rotterdam Festivals sagt in jenem Artikel, die Pläne für den folgenden Sommer würden vor dem 1. September abgegeben, und man wolle ein kostenloses Ereignis in Zuid betonen. Das ist ein Aufruf, kein geschlossenes Tor. Diese Blätter schließen keinen Tag im Park nach jenem Sonntag.
Geschlafen wurde in der Stadt. Der Tag endet, auf dem Blatt, um 22:00, und es gibt kein Camping. Die offizielle Adresse bleibt. Der Vorstellungstext spricht noch in der Gegenwart, als ginge der Tag weiter. Die Mitteilung darüber sagt, die Stiftung höre auf. In diesen Papieren gibt es keinen späteren Sonntag mit geschlossenen Toren.
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