2007–2027

FOLK - INDIE - ROCK

End of the Road Festival

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✓ 14 dokumentierte Editionen — 122 Künstler haben teilgenommen
Nächste Edition

End of the Road Festival 2027

Wann

02–05 SEPT 2027

Top-Künstler

Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Noch

336
Tage
18
Std
54
Min
38
Sek

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen142007–2027
Jahre Geschichte21 Jahreseit 2006
Übliches LandVereinigtes Königreich

Über das Festival

End of the Road beginnt nicht mit einem monumentalen Eingang, sondern mit einer ungewöhnlich kleinen Landschaft. Wege führen durch alte Gärten und Waldstücke, Pfauen bewegen sich zwischen Besuchern, und hinter einer Hecke kann plötzlich eine Bühne oder ein weiterer stiller Bereich auftauchen. Larmer Tree Gardens ist seit 2006 mehr als der Austragungsort; das Gelände erklärt, warum das Festival nie versucht hat, maximal groß zu werden. Simon Taffe kam 2005 beim Green Man Festival auf die Idee, selbst eine Veranstaltung zu gründen, nachdem ihm kleinere Festivals wieder gezeigt hatten, wie angenehm Musik ohne die Anonymität riesiger Menschenmassen sein konnte. Erfahrung als Veranstalter hatte er keine. Gemeinsam mit Sofia Hagberg plante er trotzdem weiter, kontaktierte Künstler direkt und ging finanziell bis an die Grenze, einschließlich des Verkaufs seines Hauses. Im September 2006 fanden sich ungefähr dreitausend Menschen ein, um Richard Hawley, Ryan Adams, Guillemots, Josh Ritter, Badly Drawn Boy und eine Auswahl zu sehen, die erkennbar aus persönlicher Musikbegeisterung entstanden war.

Professioneller wurde End of the Road anschließend in fast allen Bereichen außer in einer entscheidenden Haltung: Das Line-up sollte weiterhin nach Geschmack und Entdeckungslust funktionieren. Heute bewegt sich die Kapazität um vierzehntausend, aber selbst große Namen werden von einem Unterprogramm begleitet, das viele Besucher kaum kennen. Bon Iver wurde in einer frühen Phase gebucht, ebenso Alabama Shakes. Sufjan Stevens erhielt schon 2007 einen handgeschriebenen Brief, in dem ihm erklärt wurde, warum ein kleines viktorianisches Festival mit frei herumlaufenden Pfauen und Papageien perfekt für ihn wäre; erst 2015 kam er schließlich als Headliner. Joanna Newsom, Fleet Foxes, Patti Smith, St. Vincent, Vampire Weekend, Big Thief, Angel Olsen und Father John Misty gehören zu den Künstlern, die später dieselben Gärten bespielten. Trotzdem besteht ein erheblicher Teil des Prestiges darin, Bands zu zeigen, bevor andere Festivals sie weit oben auf Plakate drucken. Das Publikum akzeptiert diese Unsicherheit und macht sie zu einem Vorteil.

Auch räumlich unterstützt das Gelände diese Form des Hörens. Woods ist die größte Bühne und liegt am unteren Ende eines sanften Hangs. Garden wirkt kleiner und stärker in den historischen Garten eingebettet. Big Top bietet eine wettergeschützte Alternative, während The Folly und The Boat noch intimere Situationen schaffen. Dazu kommen ein Piano zwischen Bäumen, Überraschungsauftritte und kleine Sessions, die nicht dieselbe Logik wie normale Festival-Slots besitzen. Die Wege sind kurz genug, dass ein Plan spontan geändert werden kann. Selbst das Camping liegt vergleichsweise nahe an der Arena, was nach einigen Stunden Regen einen erheblichen Vorteil darstellt. 2025 erinnerte das Wetter eindrucksvoll daran, dass selbst ein idyllischer viktorianischer Garten britisch bleibt: Starker Regen und Schlamm begleiteten Teile des Wochenendes, während Sharon Van Etten & The Attachment Theory, Caribou, Self Esteem, Father John Misty, Squid, Viagra Boys und viele andere weiterspielten.

Zwischen diesen Konzerten existiert ein zweites Programm, das sich ungewöhnlich selbstverständlich in die Wege von Larmer Tree Gardens einfügt. Kino, Literatur, Comedy, Workshops, Healing Gardens, Spiele, Installationen und eine versteckte Bibliothek im Wald können einen Nachmittag ebenso schnell verändern wie eine neue Band. Die Gestaltung des Geländes setzt auf seltsame Figuren, handgemachte Objekte und Beleuchtung zwischen den Bäumen statt auf die visuelle Übermacht von Werbeflächen. End of the Road hat sich historisch bewusst gegen starke kommerzielle Vereinnahmung positioniert, und auch heute gibt es keine VIP-Bereiche, in denen ein anderes Ticket einen exklusiveren Teil des Festivalgeländes öffnet. Künstler sind deshalb nicht selten selbst im Publikum zu sehen. Viele Musiker haben End of the Road gerade wegen dieses Gefühls gelobt: Man kommt nicht nur für den eigenen Auftritt, sondern kann einige Tage lang wieder Fan sein. Die übliche Trennung zwischen Backstage und Publikum löst sich nicht auf, wirkt aber weniger wichtig.

Vom 3. bis 6. September 2026 findet derzeit die zwanzigste Ausgabe statt. Pulp, Mac DeMarco und CMAT gehören zu den zentralen Headlinern; für Pulp ist es der einzige britische Festivalauftritt des Jahres. Geese und Super Furry Animals setzen sehr unterschiedliche Gitarrenakzente, doch die eigentliche typische EOTR-Spannweite zeigt sich darunter. Beverly Glenn-Copeland und Elizabeth Copeland treffen auf Ty Segall, Kurt Vile und Lucinda Williams; Derya Yıldırım & Grup Şimşek bringen anatolische Psychedelik, Earl Sweatshirt & MIKE experimentellen Hip-Hop, Kelly Lee Owens elektronische Musik und Anna von Hausswolff eine deutlich dunklere Form von Komposition und Performance. Aus einem Festival mit starker Folk-, Americana- und Indie-Prägung wurde damit keine beliebige Multi-Genre-Veranstaltung. Die Gemeinsamkeit liegt eher darin, dass die ausgewählten Künstler eine erkennbare eigene musikalische Sprache besitzen.

Zwanzig Ausgaben sind in der heutigen britischen Festivallandschaft bereits ein bemerkenswertes Überleben, besonders für eine unabhängig geführte Veranstaltung dieser Größenordnung. Noch bemerkenswerter ist, dass End of the Road seine Größe nicht zum wichtigsten Erfolgsmaßstab gemacht hat. Mehr Besucher würden längere Wege, größere Zonen und mehr Trennung bedeuten; gerade jene zufällige Begegnung mit einer kleinen Bühne könnte verloren gehen. Der Name entstand, weil das Festival ursprünglich am Ende der britischen Sommersaison lag. Heute fühlt er sich fast wie eine Beschreibung des Wochenendes selbst an. Man erreicht die letzte Station des Festivalsommers, bewegt sich einige Tage durch Wälder und Gärten und fährt mit mehr neuen Künstlernamen nach Hause, als man vorher kannte. Larmer Tree Gardens bleibt danach zurück. Seine Pfauen brauchen kein Festival, um dort zu leben; End of the Road braucht den Garten sehr wohl, um genau dieses Festival zu bleiben.

Offizielle Website · endoftheroadfestival.com

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Genres

FOLK

INDIE

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
September
Typische Dauer
4 Tage
Übliche Stadt
North Dorset
Verschiedene Städte
3
Längste Serie
7 Jahre hintereinander
Veranstalter
Simon Taffe y Sofia Hagberg
Erste Edition
2006

Zeitstrahl

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8
Allah-Las

INDIE · VEREINIGTE STAATEN

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