2023

LATIN - POP - ROCK

Isla Bonita Love Festival

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✓ 1 dokumentierte Editionen — 7 Künstler haben teilgenommen

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1 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen12023–2023
Jahre Geschichte11 Jahreseit 2016
Übliches LandSpanien

Über das Festival

Manche Festivals verwenden das Wort „Love“, weil es auf einem Armband gut aussieht. Auf La Palma wurde die Sache deutlich ernster genommen. Das Isla Bonita Love Festival entstand 2016 als Mischung aus Musik, Mode, Gastronomie, lokaler Wirtschaftsförderung und einem ausdrücklich auf Gleichberechtigung und LGTBIQ+-Rechte ausgerichteten Sozialprogramm. Die Gewichtung dieser Elemente hat sich verändert, doch die Grundidee blieb bestehen: Die Insel soll für einige Tage zu einem Ort werden, an dem Unterhaltung und gesellschaftliches Engagement selbstverständlich nebeneinanderstehen.

Die erste Ausgabe fand vom 28. bis 31. Juli 2016 an mehreren Orten auf La Palma statt. Der Cabildo de La Palma startete das Projekt über die öffentliche Gesellschaft Sodepal und plante von Anfang an wesentlich mehr als ein Konzert. Es gab Veranstaltungen zu LGTBI-Rechten, Mode, Design, Gastronomie und Handel sowie ein umfangreiches Musikprogramm. Nalaya Brown gehörte zu den auftretenden Künstlerinnen, während über die verschiedenen Aktivitäten hinweg Zehntausende Besuche gezählt wurden. Das Wort Festival bedeutete hier also bereits im ersten Jahr ein ganzes gesellschaftliches und kulturelles Programm.

2017 wuchs vor allem die Musik deutlich. Im Hafen von Tazacorte standen Miguel Bosé, Amaral, La Oreja de Van Gogh, Morat, Sweet California, Carlos Jean und Brian Cross auf dem Programm. Damit entstand eine Formel, die sich später immer wieder zeigen sollte: spanischer Pop, Latin, Rock und elektronische Musik mussten nicht in ein einziges Genre passen. Der Zusammenhang lag weniger im Stil als in der Funktion. Das Großkonzert bildete den festlichen Höhepunkt einer Woche, deren eigentliches Thema Diversität, Sichtbarkeit und die Freiheit zu lieben war.

2018 wurde Puerto de Tazacorte endgültig zur musikalischen Heimat. Maná spielte vor rund 15.000 Menschen gemeinsam mit Sebastián Yatra, Inna, Sidecars, Soraya und Juicy M. 2019 folgten Mónica Naranjo, Fangoria, Carlos Rivera, Pablo López, Prince Royce, Agoney und Brian Cross. Damit war klar, dass sich das Festival bewusst nicht an eine einzige Musikkultur richtet. Am Nachmittag konnte über Gleichberechtigung gesprochen werden, am Abend wechselte dieselbe Veranstaltung zwischen Latin Rock, Pop, Bachata und Dance. Eine eindeutige musikalische Schublade war nie vorgesehen.

Die Pandemie veränderte den Ablauf, beendete das Projekt aber nicht. 2020 wurden soziale und kulturelle Aktivitäten weitergeführt, obwohl das übliche Großkonzert nicht stattfinden konnte. 2021 kehrte Live-Musik in kleinerem Format mit Rozalén zurück. Gerade diese Jahre zeigten, dass das Festival mehr ist als sein größtes Bühnenbild. Das Konzert bringt die meiste Aufmerksamkeit, aber die gesellschaftliche Arbeit rund um LGTBIQ+-Rechte besitzt eine eigene Kontinuität.

2022 kehrte das große Format zurück. Alejandro Sanz, Vanesa Martín, Pignoise, Edurne, Bombai sowie Rebecca & Fiona spielten im Puerto de Tazacorte. Nach 2023 erreichte die Veranstaltung 2024 einen weiteren Höhepunkt mit Ricky Martin und Martin Garrix, ergänzt durch Chanel, Ptazeta, St. Pedro, Kingdom und lokale Künstler. Ein internationaler Latin-Pop-Star neben einem der bekanntesten DJs der Welt wäre bei manchen Festivals eine Stilkrise. Beim Love Festival gehört genau diese Offenheit zum Konzept.

Auch die Sozialwoche entwickelte sich weiter. Juristische Gespräche, Aktivistentreffen, Film, Bildungsprojekte, Pride-Aktionen und Diskussionen über trans, intersexuelle, nichtbinäre und migrantische Lebensrealitäten wurden fester Bestandteil. 2024 zeichnete LOS40 Canarias das Event als bestes Musikfestival der Kanaren aus, während die Veranstalter selbst weiterhin Diversität als eigentlichen Kern hervorhoben. 2025 wurde das soziale Programm mit Melody fortgesetzt; gleichzeitig verband der Cabildo den Lustral Fest offiziell als Sonderausgabe mit dem Love-Projekt.

Zum zehnten Jubiläum 2026 änderte sich sogar der gewohnte Kalender. Statt eines einzigen Juli-Abends gab es zwei große Samstage im September. Isabel Pantoja feierte am 12. September fünfzig Karrierejahre gemeinsam mit dem Sinfonieorchester von Las Palmas. Eine Woche später standen Laura Pausini, Nathy Peluso und Armana Khan auf dem Programm. Dazwischen beschäftigte sich die Sozialwoche mit Menschenrechten, Migration und Diversität und führte zur Erklärung von La Palma 2026.

Zehn Jahre nach dem Beginn lässt sich Isla Bonita Love Festival noch immer nur schwer mit einem einzigen Begriff erklären. Es ist Musikfestival, Pride-Veranstaltung, soziales Projekt, touristischer Impuls und Insel-Schaufenster zugleich. Künstler, Stilrichtungen und sogar Monate können wechseln; die zentrale Idee bleibt. Menschen sollen sichtbar sein, lieben dürfen und gemeinsam feiern können, ohne in fremde Kategorien gezwungen zu werden. Für ein Festival, das seit Jahren von „Liebe ohne Etiketten“ spricht, ist es eigentlich nur konsequent, dass auch das Festival selbst nicht besonders gern in eine einzige Schublade passt.

Offizielle Website · www.islabonitalovefestival.es

Social Media

Genres

LATIN

POP

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
Juli
Typische Dauer
1 Tage
Übliche Stadt
Santa Cruz de Tenerife, Santa Cruz de Tenerife
Veranstalter
Cabildo de La Palma
Erste Edition
2016

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