2023–2026

HOUSE - TECHNO

Isle of Summer Festival

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Isle of Summer Festival 2026

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2026

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Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen42023–2026
Jahre Geschichte17 Jahreseit 2010
Übliches LandDeutschland

Über das Festival

Wer mit der S-Bahn nach Osten fährt, steigt nicht an einem See aus, sondern an der Landshamer Straße 11, wo die Olympische Reitanlage Riem noch immer das ist, wofür sie gebaut wurde: eine olympische Reitsportanlage mit Tribünen für Pferde und Richter. Von elf Uhr morgens bis zweiundzwanzig Uhr wird dieses historische Gelände — derselbe weitere Riemer Raum, der auch Greenfields beherbergt hat — zum großen Juni-Termin der Isle-of-Summer-Serie. Staub, offener Himmel und die Breite einer Rennbahn sagen sofort: Das ist nicht die Praterinsel und kein Beach-After. Es ist ein ganzer Tag House und Techno unter freiem Himmel am östlichen Rand Münchens.

Isle of Summer Festival ist der Termin, der am meisten Fläche braucht. Permanent Entertainment GmbH trägt die Serie seit 2010, zuerst auf der Praterinsel mit bis zu vier Daten im Jahr, später auf drei Saisontermine verdichtet. Dieser Junitag ist der, der die intime Insel hinter sich ließ und ein Feld besetzte. Es ist nicht das April-Opening und nicht der August-Beach an der olympischen Regattastrecke; es ist der Nachmittag, an dem die Menge so weit wird, dass das Laufen zwischen Bars, Bühnen und Schattenzonen zur Choreografie gehört.

Die Firma sitzt in der Reichenbachstraße 33 im Glockenbachviertel; hinter dem Projekt stehen Bastian und Sebastian Schleich. 2018 sprach der Veranstalter selbst von einer neunten Saison — eine nützliche Bestätigung, dass der Start 2010 liegt. Kontinuität zählt, weil das Publikum die Umzüge mitgegangen ist, statt jede Adresse als neue Marke zu behandeln: Praterinsel, Optimolwerke (2018 geschlossen), Riem, Oberschleißheim. An der Reitanlage erbt das Festival diese Treue und übersetzt sie in Maßstab: dieselben zwei Genres, eine andere Geografie, eine andere Wetterlage vom späten Vormittag bis zum Abend.

Der Ort schreibt die Geschichte. Olympische Reitsportinfrastruktur trägt die Erinnerung an die Spiele und an einen Messe- und Freizeitgürtel im Osten der Stadt. Auf der Landshamer Straße sieht man Hallen, Zäune, einen vorstädtischen Horizont, den die Kastanieninsel an der Isar nie bot. Historisches Gelände mit Greenfields zu teilen macht aus diesem Tag kein Indie-Campingwochenende; es erinnert nur daran, dass Riem bereits weiß, wie ein Sommergelände funktioniert. House und Techno haben hier mehr Luft und mehr Abstand zwischen den Körpern als auf einer Innenstadtinsel.

Das Programm versteht man besser, wenn man sich ein Tagesfeld vorstellt, keinen Club um vier Uhr morgens. Fritz Kalkbrenner hat gesungenes, melodisches House geliefert, das offenes Gelände füllen kann, ohne auf Dunkelheit zu warten; DJ Koze hat die elegante Seltsamkeit mitgebracht, die einen Juninachmittag davor bewahrt, nur eine Folge von Peaks zu sein; Lexy & K-Paul erinnern an die Berliner Brücke zwischen elektronischem Pop und Floor; Guy Gerber hält den langen, hypnotischen Groove, der Stunden Sonne braucht, um sich zu entfalten. Diese Namen sind kein Schmuck. Sie erklären, wie ein Rennbahn-Termin ein gemischtes Publikum halten kann — Clubgänger und Leute, die den Tag verbringen wollen — ohne ein drittes Genre neben House und Techno zu erfinden.

Eine radiofamiliarere Schicht passt ebenfalls zum Maßstab. Robin Schulz und Bakermat stehen auf Line-ups dieses Termins für House, das eine Großstadt beim ersten Hören erkennt: reisende Melodien, Drops, die keine Techno-Militanz verlangen. Auf einem Hippodromgelände ist das kein touristisches Zugeständnis; so bleibt ein Tag von elf bis zweiundzwanzig Uhr ohne Stammesgrenzen. Wer mittags kommt und wer am Nachmittag eintrifft, teilt noch eine rhythmische Sprache, auch wenn jeder später zur trockeneren oder zur gesungeneren Seite des Programms driftet. Diese Schicht hält den großen Juni-Termin zusammen, ohne House und Techno um ein drittes Genre zu erweitern.

Das Publikumserlebnis ist ein ganzer Tag im Freien unter Junisonne auf einem Feld ohne Seebrise. Man läuft mehr als auf der Praterinsel: die Reitsportanlage erzwingt Wege zwischen Zonen, Schattensuche an Tribünen oder Hallen, und die Entscheidung, vor Ort zu essen oder schon versorgt anzukommen. Es gibt kein Beach-After und keinen Lauf bis ein Uhr: um zweiundzwanzig Uhr wird dunkel und München-Riem ist wieder ein Stadtteil. Diese Uhr definiert den Charakter. Wer die ganze Kurve will, vom Mittags-Warm-up bis zum späten Nachmittagspeak, kommt früh. Staub, Hitze und das Fehlen von Wasser als Landschaft — anders als in Oberschleißheim — zeigen sich an der Kleidung und daran, wie oft Menschen Pause machen.

Eine Dauerkarte der Serie behandelt diesen Tag bereits als Schwerpunkt: nicht der vertraute Aprilstart, nicht der Abschluss am Wasser. Permanent Entertainment hält die drei Termine als Bogen, und das Riemer Festival ist die Spanne, in der die Gemeinschaft am breitesten wirkt. Verwechseln sollte man es nicht mit gleichnamigen Events an der Ostseeküste um Rügen oder Binz: die Insel im Titel ist eine bayerische Sommerfigur, kein Nordseebad. Ein Tag, House und Techno, östlich von München, auf einem Gelände für Pferde, das an diesen Junistunden einer anderen Art von Rennen geliehen wird.

Was bleibt, wenn die Anlagen an der Landshamer Straße verstummen, ist weder ein Beach-Kater noch das Geheimnis einer Stadtinsel. Es ist das Gefühl, elf Stunden lang eine olympische Reitanlage besetzt zu haben und die Serie an ihrem weitesten Termin gemessen zu haben. Isle of Summer Festival existiert, damit diese Münchner Gemeinschaft ein Feld hat, nicht nur einen Steg oder eine Kastanie, und damit Juni-House und Juni-Techno in dem Maß zu hören sind, das Riem erlaubt und das die Praterinsel, so schön sie war, nicht mehr geben konnte.

Offizielle Website · www.isleofsummer.de

Social Media

Genres

HOUSE

TECHNO

Steckbrief

Üblicher Monat
Juni
Typische Dauer
1 Tage
Übliche Stadt
München, Bayern
Veranstalter
Permanent Entertainment GmbH
Erste Edition
2010

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