Ranking
#1.030
INDIE - ROCK
Ranking
#1.030
Follower
18.4 K
1 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
2023Un Altro Festival 2023
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
Unaltrofestival ist der Indie- und Rock-Termin im Circolo Magnolia, am Idroscalo von Mailand. Comcerto zeichnet ihn. Er begann 2013. Am 2. Juli 2019 war er in der siebten Ausgabe. Lino Brunetti hat ihn am 8. Juli im Buscadero gezeichnet. Luca Franceschini hat ihn am 5. Juli bei Loudd gezeichnet. Am selben Abend waren die Tinariwen in der Triennale und Kiss auf der Rennbahn von San Siro, und das Magnolia füllte sich nicht. Brunetti zählte ein paar Hundert. Jade Bird sagte aus Gesundheitsgründen ab. Der Wechsel zwischen zwei Bühnen blieb, aber bei so wenig Publikum nahmen sie die kleine im Garten und die im Raum, neben den Toiletten. Es war über dreißig Grad. Franceschini sagt, alles sei um eine halbe Stunde gerutscht und sie hätten den Headliner trotzdem um eine halbe Stunde vorgezogen, sodass die Vorgruppen weniger Zeit hatten. Die Innenbühne war ein Ofen und die draußen, niedrig, war schwer zu sehen.
Eugenia Post Meridiem eröffnete, ein Quartett: Eugenia an Stimme und Gitarre, Matteo am Bass, Giovanni an Gitarre und Tasten, und ein anderer Matteo am Schlagzeug. Die Debütplatte, in Berlin aufgenommen, war noch nicht draußen. Sie hatten einen Vertrag mit Factory Flaws. Franceschini hatte sie schon beim Mi Ami gesehen. Die drei Jungen kamen mit silbernen Perücken. Melodien, Indie-Rock und ein Hauch Folk, ohne einen Titel, den die beiden Texte festlegen. Danach Videoclub aus Frankreich: Adèle Castillon an Stimme und Tasten, Matthieu Reynaud an Tasten und Gitarre. Franceschini gibt ihnen siebzehn. Brunetti sah sie schüchtern, wie bei einem ersten Konzert. Jemand im Publikum sang ihre Stücke. Synth-Pop auf Französisch. In der Lücke, die ihnen blieb, setzten sie zwei Cover: What Are You So Afraid Of von XXXTentacion und Shadow von den Chromatics.
Julia Jacklin und ihre Band waren etwas anderes. Die neuere Platte war Crushing. Sie eröffnete mit zwei Balladen hintereinander, Body und Turn Me Down. Die Ausnahme von der ersten Platte war Leadlight. You Were Right trug einen Indie-Rock-Schnitt. Head Alone und Good Guy neigten zum Country. Franceschini setzt Pool Party unter die Beschleunigungen. Die Band gab den Geschichten einen Boden. Gegen ein paar Jahre zuvor fand Brunetti sie lockerer. Das Publikum, in einer vollen Sauna, zeigte ihr Zuneigung, und sie war bewegt, vor Anna Calvi zu spielen. Sie sagte, fünf Jahre zuvor habe sie sich wegen ihr eine Telecaster gekauft. Am Schluss, nach Franceschini, dankte sie und sagte, damals habe sie nur wie Calvi sein wollen.
Anna Calvi schloss. Etwas über eine Stunde, und Brunetti lässt es intensiv. Die Stücke von Hunter, der neueren Platte, verlangen diesen Ton. Bei ihr waren Mally Harpaz, die mehrere Dinge spielt, und Alex Thomas, Schlagzeug und Elektronik. Sie kam in einem roten Licht heraus, das, mit Schattierungen, das ganze Set blieb. Der Anfang kam von dieser Platte: der Titelsong Hunter, dann Indies Or Paradise und das pulsende As A Man. Mit Wish machte sie den Stoff klar. Es ist ein dunkler Blues, fast in der Art der Doors. Live verdoppelt er mindestens die Studiodauer und geht über zehn Minuten. Franceschini lässt ihn bei fast zehn, mit Geräuscheinsätzen. Man mittelt nicht: der eine sagt über zehn, der andere fast zehn. Schreie, Flüstern, Gitarrensoli und Noise-Ausbrüche. Brunetti hält sie für eine Gitarristin weit über dem Schnitt. Franceschini sagt, sie nutze die Telecaster mehr als Waffe denn als Instrument, und der Synth-Bass der Band schiebe ohne Halt. Sie selbst gibt zu, ein Konzert wie dieses könne nicht lange dauern.
Der erste Sprung in die Vergangenheit war No More Words, sinnlich, und gleich danach Swimming Pool, romantisch, mit einer Melodie, die glänzt. Später, von der Debütplatte: Rider To The Sea, Suzanne & I, I'll Be Your Man und Desire, die magnetisch bleibt. One Breath erklang nicht. Brunetti lässt es als ganz übergangen. Der Schluss war gotischer Rock, zwischen Nick Cave und PJ Harvey. Zuerst Don't Beat The Girl Out Of My Boy, rau. Dann eine bleiche Fassung von Ghost Rider von Suicide. Franceschini lässt sie als den Gipfel: die Luft von Alan Vega, superb die Gitarre, Schlagzeug und Tasten in einem geschlossenen Muster. Calvi fast in Trance, und am Ende ein Ausbruch von Akkorden. Die Bühne noch im Feedback, zeigte sie die Gitarre und verabschiedete sich. Es gab keine Zugabe. Brunetti sagt, sie sei nicht nötig gewesen: der Weg war schon geschlossen.
Genres
INDIE
ROCK
Zeitstrahl
Ein Künstler pro Jahr — bestes Ranking
Die mit den meisten Auftritten in dieser Franchise.
Wenn dir Unaltrofestival gefällt: Diese haben ein ähnliches Line-up.