2016–2027

METAL - REGGAE - ROCK

Cabaret Vert

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Cabaret Vert 2027

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2027

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Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen102016–2027
Jahre Geschichte22 Jahreseit 2005
Übliches LandFrankreich

Über das Festival

Beim Cabaret Vert können wenige Minuten Fußweg aus einem Metal-Konzert französischen Rap, Techno, Dub-Sound-System-Kultur oder eine Begegnung mit Comiczeichnern machen. Dahinter bleiben die Meuse, die Gebäude der ehemaligen Macérienne und Charleville-Mézières sichtbar. Diese Nähe zur Stadt ist kein Nebeneffekt, sondern gehört zum Ursprung. Cabaret Vert entstand nicht als austauschbares Festival auf einem abgelegenen Feld, sondern aus dem Wunsch, zu beweisen, dass die Ardennes selbst ein kulturelles Großereignis hervorbringen konnten. Schon der Name verweist nach innen: „Au Cabaret-Vert, cinq heures du soir“, das Gedicht des in Charleville geborenen Arthur Rimbaud, verankert die Veranstaltung in einer lokalen Geschichte, die sich nie durch künstliche Festivalmythologie ersetzen ließ.

Die erste Ausgabe fand im September 2005 statt. Junge Menschen aus den Ardennen rund um die Association FLaP hatten genug von der Vorstellung, in ihrer Region geschehe nichts. Julien Sauvage, Alberto Fernandez und weitere Beteiligte entwickelten deshalb ein Projekt, das weit mehr als eine importierte Konzertreihe sein sollte. Ehrenamt, lokale Unternehmen, Vereine und kulturelle Akteure wurden von Anfang an in die Organisation einbezogen. Jacques Higelin, Mano Solo und Mass Hysteria gehörten zu den bekanntesten Namen des ersten Wochenendes, zu dem bereits rund zehntausend Besucher kamen. Für eine neue unabhängige Veranstaltung war das ein deutlicher Beweis: Das Publikum musste nicht erst erfunden werden. Es brauchte einen Anlass, um in Charleville-Mézières zusammenzukommen.

Danach wuchs nahezu alles. Aus zwei Tagen wurden drei und vier, 2022 und 2023 zeitweise sogar fünf. Die Besucherzahlen stiegen von einigen Zehntausend auf 75.000, später über 100.000 und 2023 auf einen Rekord von ungefähr 127.000 kumulierten Besuchen. Trotzdem blieb Cabaret Vert räumlich eng mit Charleville verbunden. Square Bayard liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Campingplätze schaffen eine mehrtägige Festivalgemeinschaft, doch auch Tagesgäste können mit dem Zug anreisen und kurz darauf am Eingang stehen. Das unterscheidet die Veranstaltung von vielen großen Destination-Festivals: Die Stadt ist nicht lediglich der geografische Name auf dem Ticket, sondern bleibt während des gesamten Wochenendes sichtbar und benutzbar.

Musikalisch bedeutete Wachstum vor allem Öffnung. Rock, Punk und Metal bildeten lange den klarsten Kern, doch Reggae und Dub entwickelten ebenfalls feste Communities. Französischer Rap wurde zunehmend zu einem der wichtigsten Publikumsmagneten, und elektronische Musik erhielt schließlich eigene Bühnen und Nächte. Massive Attack, Manu Chao, Deftones, The Chemical Brothers, Slipknot, Stromae, Orelsan, Calvin Harris, Cypress Hill, Justice, PJ Harvey, 21 Savage, Fontaines D.C. oder DJ Snake passen kaum unter eine einzige Genrebezeichnung. Genau darin liegt jedoch die programmatische Logik. Cabaret Vert versteht Gegenwarts- und Alternativkultur breit genug, um Publika zusammenzubringen, die sonst vielleicht verschiedene Festivals wählen würden.

Die heutige Bühnenstruktur übersetzt diese Unterschiede in Räume. Zanzibar trägt einen großen Teil der massenwirksamen Shows, GreenFloor stärkte Rap und elektronische Musik, Razorback bleibt besonders eng mit Rock, Punk und härteren Sounds verbunden, während Zion Club Dub und Sound-System-Kultur einen eigenen Ort gibt. 2026 wird diese Spannweite besonders deutlich: Deftones, Turnstile und Body Count stehen am selben Tag wie ein Teletech-Programm aus Techno und UK Garage, während anderswo Reggae und Dub laufen. Nick Cave & The Bad Seeds und Cat Power gehören zur gleichen Ausgabe wie Underworld, Kygo, Gims oder Brutalismus 3000. Ein Bühnenwechsel kann deshalb wie der Eintritt in eine andere musikalische Szene wirken.

Doch Musik allein erklärt Cabaret Vert nicht vollständig. Die Bande Dessinée ist inzwischen zu einem eigenständigen Festivalbereich mit Dutzenden Autorinnen und Autoren, Ausstellungen, Preisen, Signierstunden, Workshops und Masterclasses geworden. Film, Diskussionen und Vereinsflächen erweitern das Programm zusätzlich. Dadurch kann ein Besucher mehrere Stunden auf dem Gelände verbringen, ohne ständig dem nächsten Konzert hinterherzulaufen. Diese multidisziplinäre Struktur passt erstaunlich gut zur Stadt und ihrer Verbindung zu Rimbaud. Internationale Headliner werden nicht einfach in die Ardennes eingeflogen; sie werden Teil einer größeren kulturellen Verdichtung, die auch Zeichnung, Literatur, Bild, Debatte und lokale Initiativen einschließt.

Ebenso grundlegend ist die ökologische Ausrichtung. Bereits 2005 gab es eine Umweltcharta, lange bevor Nachhaltigkeit zu einem fast obligatorischen Teil der Festivalsprache wurde. Inzwischen existieren konkrete Systeme für regionale Beschaffung, Abfallreduktion, Mobilität, Barrierefreiheit, Energie und CO₂-Bilanzierung. Trockentoiletten sparen pro Ausgabe Millionen Liter Wasser, ein großer Anteil der Lebensmittelanbieter stammt aus den Ardennen, und die Zahl der Generatoren wurde deutlich reduziert. Ein Festival mit mehr als hunderttausend Besuchen kann seinen ökologischen Fußabdruck nicht verschwinden lassen. Cabaret Vert behandelt ihn jedoch als operative Aufgabe und versucht, Verbesserungen messbar zu machen, anstatt Nachhaltigkeit nur als ästhetisches Etikett zu verwenden.

2020 fiel die reguläre Ausgabe aus, 2021 entstand mit Face B eine reduzierte Sonderform. 2022 kehrte das große Festival zurück und erreichte unmittelbar seine stärksten Besucherjahre. Nach dem Rekord von 2023 ging die Dauer ab 2024 wieder auf vier Tage zurück, was einen stärker kontrollierten Umgang mit Größe und Wirtschaftlichkeit erkennen lässt. Die Blue Edition 2025 zog 101.000 Menschen an. Vom 20. bis 23. August 2026 folgt nun die zwanzigste Ausgabe mit Deftones, Nick Cave & The Bad Seeds, Underworld, Kygo, Theodora, Gims, Cat Power, Brutalismus 3000 und vielen weiteren. Mehr als zwanzig Jahre nach der ersten Ausgabe ist die ursprüngliche Behauptung des Festivals noch immer sichtbar: Ein vermeintlicher Randort kann für einige Tage selbst zum kulturellen Mittelpunkt werden.

Offizielle Website · cabaretvert.com

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Genres

METAL

REGGAE

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
August
Typische Dauer
4 Tage
Übliche Stadt
Charleville-Mézières, Ardennes
Längste Serie
6 Jahre hintereinander
Veranstalter
Association FLaP
Erste Edition
2005

Zeitstrahl

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