2012–2027

FOLK - POP - ROCK

Le Printemps de Bourges

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✓ 10 dokumentierte Editionen — 116 Künstler haben teilgenommen
Nächste Edition

Le Printemps de Bourges 2027

Wann

20–25 APR 2027

Top-Künstler

Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Noch

202
Tage
05
Std
18
Min
57
Sek

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen102012–2027
Jahre Geschichte50 Jahreseit 1977
Übliches LandFrankreich

Über das Festival

Le Printemps de Bourges ist ein Festival für Pop, Rock und Folk in Bourges, im Département Cher, in der Mitte Frankreichs. Die erste Ausgabe fand vom 6. bis 10. April 1977 statt. Daniel Colling, Maurice Frot und Alain Meilland haben es begonnen, mit der Agentur Écoute S'il Pleut, die im Jahr zuvor entstand. Der Plan war, «l'autre chanson» in einer mittleren Provinzstadt in den Osterferien zu versammeln. Das ist nicht Francofolies de La Rochelle. Bourges liegt im Inland, im Berry. Das atlantische Treffen kam später und schaut auf einen Hafen, nicht auf einen Platz im Landesinneren.

Colling kam aus der Konzertproduktion. Frot war régisseur von Léo Ferré gewesen und kannte das Handwerk des Chansons von innen. Meilland war Sänger und Schauspieler in Bourges: er öffnete die Tür der Maison de la Culture und ihres Direktors Jean-Christophe Dechico. Im September 1976 testeten sie das Format mit La Halle en fête, drei Tagen unter einer Markthalle. Der Sprung zu Ostern 1977 war kein Versuch mehr. Es war ein fünftägiges Festival in einer Stadt, die weder Paris noch eine Sommerküste war. Lokale Berichte behalten Collings Idee: ein Ort der Schöpfung und der Auseinandersetzung über das Chanson jener Zeit, mitten in einer mittleren Stadt.

Die erste Ausgabe passte in drei Orte. Die Maison de la Culture nahm einen Teil des Programms. Ein Chapiteau stand auf der place Séraucourt. Das théâtre Jacques Cœur schloss das Dreieck. In fünf Tagen gab es etwa vierzig Künstler und etwa zwanzig Konzerte. Auf dem Plakat standen Jacques Higelin, Bernard Lavilliers, Dick Annegarn, François Béranger und Catherine Ribeiro. Auch Colette Magny, Font et Val und Joan Pau Verdier. Das war keine Radio-Hitliste. Das war das Chanson außerhalb der großen Kreisläufe: identitär, politisch, Folk, ein Pop, der so noch nicht hieß. Das Publikum lief von einem Saal zum Zelt und vom Zelt zum Theater.

Diese Mischung benennt die Musik. Pop und Rock saßen bald neben Chanson und Folk. Derselbe Kalender konnte einen Poeten mit Gitarre neben eine Band stellen, die lauter drehte. Später nennen Berichte Namen so weit auseinander wie Léo Ferré und NTM, Juliette Gréco und U2, Cesaria Evora und Têtes Raides. Man muss sie nicht alle aufzählen. Sie zeigen, dass Bourges kein Museum von 1977 blieb. Es wuchs zu den musiques actuelles, ohne den Faden der Sprache und des Autorchansons fallen zu lassen. Man hört Pop, Rock und Folk, mit dem Chanson als Wurzel, nicht als Vitrinenstück.

Das Finden neuer Namen ist die andere Naht. 1977 gab es schon scènes ouvertes für Amateure der Region. Die Nachfrage sprengte diese Fenster. 1985 startete das Festival die Découvertes du Printemps de Bourges. Das Réseau Printemps entstand: zuerst drei Antennen, dann ein Netz, das Frankreich bedeckte und Quebec, die Schweiz und Belgien erreichte. Später trug dieses Gerät den Namen iNOUÏS. Der Mechanismus ist einfach und selten in dieser Größe: zuhören, auswählen, und Leute programmieren, die noch keinen großen Saal füllen. Bourges versteht man nicht nur über Higelin 1977. Man versteht es auch über dieses Netz, das die Stadt zum nationalen Filter für Debüts macht.

Das Erlebnis ist städtisch. Man kommt mit Zug oder Auto in eine Stadt aus Stein und engen Gassen. Es gibt kein einziges Grasgehege. Es gibt eine Osterwoche, in der man von einem Saal zu einem Chapiteau und von einem Theater zu einem Café läuft. Aprilwetter im Berry kann kalte Sonne sein oder Regen, der eine Jacke verlangt. Tagsüber bleibt die Stadt offen: Läden, Plätze, im Hintergrund der Palast von Jacques Cœur. Nachts verteilt sich die Lautstärke auf mehrere Punkte. Wer von weit kommt, sucht ein Hotel oder eine Wohnung, keinen Feldcampingplatz. Überlappung der Säle zwingt zur Wahl. Diese Müdigkeit zu Fuß gehört zum Festival.

Am 23. Dezember 2013 übernahm die Gesellschaft C2G das Eigentum. Später leitete Boris Vedel das Team. Der Besitzerwechsel verlegte weder die Stadt noch die Jahreszeit. Das Printemps blieb ein Termin von Bourges und ein Frühlingstermin. Berichte behalten dieses Datum, weil ein Festival aus einer Künstleragentur und einer maison de la culture an eine andere Struktur ging. Für das Publikum zählt nicht das Organigramm. Es zählt, dass der Termin noch die mittlere Stadt füllt, die Colling, Frot und Meilland wählten, als eine Provinzstadt ein nationales Festival tragen konnte.

Das ist nicht Francofolies de La Rochelle. Jean-Louis Foulquier sprach mit Colling; er kopierte Bourges nicht. La Rochelle ist Juli, Hafen und Salz. Bourges ist Ostern, Inland und ein Entdeckungsnetz. Die zwei Termine zu mischen heißt, eine Atlantikstadt mit einer Stadt im Cher zu mischen. Das Wort «printemps» ist kein Schmuck: es markiert die Schulferienwoche, in der eine mittlere Stadt sich mit Konzerten füllt. Ein Kaifest gehört an den Atlantik, nicht ins Berry. Hier ist der Ort die Stadt selbst, mit den ersten drei Bühnen und denen, die danach kamen.

Das Printemps steht auf einer konkreten Idee: eine mittlere Stadt, eine Osterwoche und ein Netz, das Leuten zuhört, die noch keine Stadien füllen. Zwischen place Séraucourt und Maison de la Culture, zwischen den Découvertes von 1985 und den iNOUÏS, zwischen Colling und der C2G-Zeit hat das Berry eine Aprilwoche, die nicht von einer Küste abhängt. Bourges leiht die Straßen und die Säle. Das Réseau Printemps leiht die Arbeit, das zu hören, was noch nicht berühmt ist. Es bleibt ein Festival für Pop, Rock und Folk, das begann, damit «l'autre chanson» eine Provinz hatte.

Offizielle Website · www.printemps-bourges.com

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Genres

FOLK

POP

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
April
Typische Dauer
6 Tage
Übliche Stadt
Bourges, Cher
Längste Serie
7 Jahre hintereinander
Veranstalter
Daniel Colling, Maurice Frot y Alain Meilland
Erste Edition
1977

Zeitstrahl

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