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HOUSE - TECHNO
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06–08 AUG 2027
Top-Künstler
Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.
Noch
7 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
Les Plages Électroniques ist ein Festival für House und Techno. Die erste Nacht war der 5. Juli 2006, am Strand des Palais des Festivals in Cannes. David Bartoli, Gabrielle De Villoutreys und Ben Geli haben sie auf die Beine gestellt. Sie arbeiteten seit 2004 als Panda Events zusammen und zeichneten das Datum als Panda 06. Das ist nicht Les Sables Électroniques. Das ist nicht Les Nuits Électriques. Diese Termine haben andere Orte und eine andere Geschichte. Hier kommt der Sound vom Sand vor dem Filmpalast, im Juli, am Mittelmeer.
Diese erste Nacht fiel auf das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Portugal. Etwa vierhundert Menschen waren da. Das Team zeigte das Spiel am Strand und danach die Platten. David Lisnard, damals Präsident des Palais des Festivals, unterstützte ein Jugendereignis in einem Gebäude, das das Publikum mit dem Kino verbindet. Die erste Saison waren fünf Themennächte. Die Karte kostete fünf Euro. Krikor schloss als erster Headliner. Es gab keine Innenhalle. Der Ort war der Palaststrand, Croisette im Rücken und Meer davor.
Panda Events stammte von 2004. Bartoli, De Villoutreys und Geli kamen nicht von einem Major-Label. Sie kamen von lokalen Nächten und von einem Palais, das ein anderes Öffentlichkeit als die Filmfestspiele testen wollte. Das Format jener ersten Saisons waren Sommernächte, kein geschlossenes Wochenende. Man kaufte eine Karte pro Termin. Man ging hinunter auf den Sand. Man hörte House oder Techno, je nach Nacht. Der Palast blieb Palast. Der Strand war für ein paar Stunden Tanzfläche.
2008 maß sich der Sprung an Boys Noize. Das Team erwartete etwa dreitausend Menschen. Etwa zehntausend kamen. Diese Zahl ist keine Trophäe. Sie erklärt, warum ein Filmfestivalstrand aufhörte, ein Fünf-Euro-Versuch zu sein. Club-House und Techno passten nach Cannes, wenn das Gelände hielt. Lokale Berichte erinnern diese Nacht als den Moment, in dem die Größe wechselte. Palais und Sand blieben derselbe Ort. Die Zahl der Leute, die von der Croisette herunterkamen, nicht.
2015 wurde aus Sommernächten ein Dreitagefestival. Die Stadt blieb. Die Stunden, die das Publikum am Strand verbrachte, nicht: aus einer einzelnen Nacht wurde ein Juli-Block. 2017 gründeten Ben Geli und Matthieu Corosine Allover, die Struktur, die die Produktion übernahm. Der Name Les Plages Électroniques blieb. Die Signatur dahinter nicht. Der Ursprung bleibt bei Panda 06 und den drei Gründern. Die spätere Produktion trägt den Namen Allover. Beide Schichten liegen auf demselben Sand.
Es gibt zwei Schwestertermine mit ähnlichem Namen und anderem Boden. Pistes Électroniques entstand 2009 in Isola 2000, im Gebirge. Martizik wurde 2010 in Martinique aufgebaut. Das ist nicht dieses Festival. Sie teilen ein Team oder eine Produktionsverwandtschaft, nicht den Strand von Cannes. Les Sables Électroniques und Les Nuits Électriques auch nicht. Sie zu verwechseln, weil alle elektronisch und französisch im Plural klingen, ist ein Küstenfehler. Hier ist der Ort der Strand des Palais des Festivals. Das Meer ist ein Schritt. Der Filmpalast der andere.
Der Strand ist kein Wald und keine Rennbahn. Es ist Sand, Ufer und ein Filmfestivalgebäude im Rücken. Tagsüber ist Cannes eine Stadt zum Gehen. Nachts, im Juli, kommt der Kick von der Wasserlinie. Man läuft keine Kilometer zwischen Bühnen, wenn die Anlage kompakt auf dem Sand steht. Bei Wind wandert der Sound. Bei Hitze gibt das Ufer keinen Baumschatten. Man kommt zu Fuß aus der Innenstadt, mit dem Zug nach Cannes oder mit dem Auto entlang der Küste. Es gibt keinen Feldcampingplatz. Es gibt Hotel, Wohnung oder einen Zug zurück. Das Publikum mischt Sommergäste, Leute aus Nizza und Fans, die nur wegen des Line-ups kommen.
Die Fassade des Palais ist dieselbe Wand, die in anderen Monaten den Teppich der Filmfestspiele trägt. Im Juli ist sie Wand und Lautbox. Es gibt keinen Waldweg. Es gibt die Croisette, dann eine Treppe oder eine Rampe hinunter auf den Sand. Die Schuhe füllen sich mit Körnern. Das Meer ist einen Schritt entfernt, und bei Dünung hört man es zwischen den Tracks. Nach dem letzten Set bleibt die Stadt Cannes: Hotels, späte Restaurants, ein Bahnhof. Das Festival erfindet kein Dorf. Es besetzt einen Strand, den die Stadt schon hat, vor dem meistfotografierten Gebäude dieser Küste. Isola 2000 liegt in den Bergen. Martinique liegt in der Karibik. Diese Nacht liegt am Mittelmeer, vor dem Palais.
Les Plages Électroniques liest man als das Festival, das drei Produzenten von Panda 06 am Palais-Strand aufgebaut haben, am selben Tag, an dem Frankreich ein WM-Halbfinale spielte, mit vierhundert Menschen und fünf Euro. House und Techno stehen in diesem Satz. Krikor, der Andrang bei Boys Noize 2008 und der Schritt zu drei Tagen 2015 auch. Isola 2000 und Martinique sind andere Küsten und andere Höhen. Cannes leiht den Kinosand. Der Rest ist Tanzfläche, Juli und Meer.
Genres
HOUSE
TECHNO
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