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FOLK - FUNK - SOUL
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2 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
WOMADelaide steht im Botanic Park von Adelaide, dem Gelände, das auch Tainmuntilla heißt. Matt Eygenraam geht den Freitag, den 8. März 2024, in Hi Fi Way ab, das zweiunddreißigste Jahr des Treffens. Die offizielle Seite sagt, über die vier Tage sei die Teilnahme an 98.000 herangekommen. Die Hitze drückte: The Guardian notiert 39,9 Grad am Samstag, nach dem Advertiser, und zählt etwa 10.000 grauköpfige Flughunde im Laub. Eine frühere Ausgabe, mit Florence and the Machine, Bon Iver und The Proclaimers, hatte die Wege gefüllt und die Schlangen vor den Toiletten verlängert. ABC schreibt, diesmal habe sich der Park wieder wie das Treffen angefühlt. The Sydney Morning Herald notiert, eine Bühne habe bei hoher Sonne geschlossen, nahe 40 Grad. Die offizielle Seite bleibt.
DakhaBrakha, das ukrainische Quartett, eröffnet die Foundation Stage. Percussion zugleich, Cello, Keyboards und Akkordeon, und das Publikum steht früh, vor politischen Bildern. Im Frome Park Folk Bitch Trio: Gracie Sinclair, Jeanie Pilkington und Heide Peverelle, plus drei weitere Musiker. Hi Fi Way notiert eine Nähe zu First Aid Kit und zu Laura Marling. Auf Stage 2 mischt Mauskovic Dance Band aus Amsterdam afrokaribische Rhythmen und Cumbia. Es gibt ein Slap-Bass-Solo, Synthesizer und eine Kuhglocke, die nicht aufhört, von Anfang bis Ende. Die Notiz schreibt, der Tanz könne bis zum Morgen weitergehen.
In Moreton Bay Dean Brady aus Brisbane mit seinem Ensemble, in einer eleganten Mischung aus Soul. Er covert Maxwells Ascension, und die Älteren holen eine Erinnerung an die neunziger Jahre. Sein Stück Falling reißt Schreie aus der ersten Reihe. Es ist heiß und er zieht das Hemd aus. Der Schrei kann mit dem Hemd zusammenfallen oder nicht. Dann hebt Dubioza Kolektiv auf der Foundation den Puls: sieben aus Bosnien in gelb-schwarzer Baseballkleidung. Almir Hasanbegović und Adis Zvekić singen. Der Satz trägt Free.Mp3, USA und Kazu, mit elektronischen Beats, Saxofonsoli und schwerer Percussion. Das Publikum liegt in der Handfläche. Bei Sonnenuntergang machen die Flughunde ihren eigenen Kreis über der Bühne.
Erin Buku aus Adelaide kommt im Frome Park mit gedämpfter Trompete, Flöte, Roland-Tasten, Gitarre, Bass und zerbrechlichen Beats. Von ihrer Platte Self Titled singt sie The Way und Only One Me. The Budos Band, acht aus Staten Island, eröffnen mit dem Riff von Old Engine Oil. Es folgen Chicago Falcon, Up From the South und Black Venom, letztere den Schlangen Australiens gewidmet. Hi Fi Way hört sie wie die Verfolgungsjagd in einem Polizeifilm der siebziger Jahre. Die Gitarre ist Thomas Brenneck, mit Riffs in der Art von Zeppelin und Soli in der Art von Hendrix. Das Schlagzeug ist Robert Lombardo, genannt Bobby. Die Orgel ist eine Roland VK-7, und es gibt Congas.
Im selben Zelt trägt der Bass von DJ Debmaster weit. Das Zelt glüht, die Köpfe nicken und die Arme winken, während MC Yallah aus Kenia und Uganda rappt, Sprachen aus Ostafrika mit Englisch gemischt, weich und heftig zugleich. Corinne Bailey Rae ist auf der Foundation fast zwanzig Jahre im Beruf. Vom Album Black Rainbows singt sie New York Transit Queen und Earthlings. Put Your Records On, von 2006, bringt Freunde und Fremde zum Wiegen und Mitsingen. Kinder schlafen im Gras. Auf Stage 7 schließt DJ Koco, Shimokita, diese erste Nacht allein mit Siebenzoll-Vinyl: Hip-Hop, Tanz der achtziger Jahre und Disco.
ABC folgt am 12. März dem Rest des Wochenendes. Son Rompe Pera aus Mexiko holt Dubioza Kolektiv für eine wilde Fassung von I Fought the Law. Seun Kuti und Egypt 80 verpassen keinen Schlag. Die Notiz stellt ihn neben James Brown und Grace Jones, und Pongo kommt in das letzte Stück dieses Satzes. The Good Ones, Adrian Kazigira und Janvier Havugimana, Bauern aus Ruanda, singen zum ersten Mal in Australien. Havugimana verlor im Völkermord von 1994 einen Bruder, der ihnen das Spielen beigebracht hatte. Das erste Mal, dass sie Ruanda verließen, war 2014, gerufen zum Treffen im Vereinigten Königreich. Ian Brennan, ihr Produzent, sagt dem Publikum, sie merkten vielleicht nicht, wie besonders es ist, und dass es zählt, dass es weitergeht. Gilberto Gil, 81 Jahre, klingt ganz auf einer Abschiedstour. Arooj Aftab sagt, sie komme verkatert. ABC schreibt, man höre es nicht, und sie mischt Jazz mit Formen aus Südasien. Ziggy Marley schließt das Treffen. Es gibt palästinensische Fahnen und Polizei. Australian Friends of Palestine hatte gebeten, nicht hinzugehen, weil er einen Brief unterschrieben hat. ABC schreibt, der Protest bleibe friedlich und die Musik decke ihn, wenn man nicht nahe steht. The Sydney Morning Herald beschreibt Gratte Ciel auf zehn Meter hohen Stangen, Elefanten von Handspring und Elephants Laugh in Wassertanks. Sharon Shannon bringt ein paar Leute zum Tanzen. Angélique Kidjo lässt zwischen den Stücken einen Satz: es gibt noch viel Arbeit.
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