2018–2027

INDIE - POP - ROCK

Kaleidoscope Festival

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✓ 6 dokumentierte Editionen — 20 Künstler haben teilgenommen
Nächste Edition

Kaleidoscope Festival 2027

Wann

2027

Top-Künstler

Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen62018–2027
Jahre Geschichte9 Jahreseit 2018
Übliches LandVereinigtes Königreich

Über das Festival

Alexandra Palace ist keine Brücke in Aarhus und keine Avenue in Edmonton. Es ist ein viktorianischer Palast über einem Park im Norden Londons, Ally Pally für alle, die in der Nähe wohnen, ein Horizont aus Backstein und Terrasse, den die Stadt schon für anderes nutzte. Am 21. Juli 2018 eröffnete Simon Fell das Kaleidoscope Festival auf diesem Gelände: ein Samstag aus Indie, Rock und Pop, gemischt mit Theater, Comedy und einer familiären Wette. Die Ankündigung sagte, der Park werde auf eine Weise geöffnet, die man seit etwa dreißig Jahren nicht gesehen habe. Wer Spiegel unter einer Ringgadebroen oder ein ungezäuntes Thanksgiving in Alberta sucht, ist am falschen Bahnhof ausgestiegen: hier ist der Ursprung ein Julitag, ein Palast und ein Park, der für einen Ausgang als Festival behandelt wird.

Fell nannte eine Kapazität um die zwölftausend. Die Zahl, mit Vorsicht, legt das Maß fest: das ist kein Treffen von fünfhundert in einem walisischen Haus und keine kostenlose Avenue von Zehntausenden. Es ist ein Londoner Samstag mittlerer Größe, genug Leute, um Rasen und Terrassen zu füllen, kein Wochenendgehege mit Camping. Man kommt mit dem Zug nach Alexandra Palace, man steigt den Hügel hinauf, man betritt den Park. Der Weg ist städtisch und steil. Wer mit Kindern kommt, versteht den Familienvertrag; wer wegen The Flaming Lips kommt, versteht den anderen: der Palast kann einen Psych-Headliner halten und zugleich ein Comedy-Set im Schatten.

Das Plakat jenes Tages erklärt die These besser als ein Slogan. The Flaming Lips, Mystery Jets, Ghostpoet, The Go! Team, Beth Orton: britisches Indie und Pop, ein Rand aus Rock und gesprochenem Hip-Hop, Stimmen, die ein Londoner Publikum schon aus Sälen kannte. Katherine Ryan, Mark Watson, John Cooper Clarke: Comedy und Vers sind kein Merch-Extra. Sie sind der zweite Puls des Tages, der den Park zu einem Ort von mehr als einem Handwerk macht. Norman Jay und Don Letts drehen das Ohr zum Soundsystem und zum Stadt-Reggae, dem London, das nicht bei der Gitarren-Indie anfängt. Kaleidoscope wettet 2018, dass ein Samstag das alles halten kann, ohne ein Ein-Genre-Gehege zu werden.

Das Publikumserlebnis ist Rasen, Zugschlange und Baumschatten. Der Juli im Norden Londons kann mild sein oder eine Sonne, die nach Wasser verlangt. Man läuft zwischen Palast und Park, man wählt eine Bühne, man verpasst eine andere. Theater und Comedy verlangen Sitzen; das Konzert verlangt Stehen. Keine Strandwoche, kein Thanksgiving-Viertel mit gesperrtem Verkehr. Ein Tag, ein Ort, den die Stadt schon zu finden wusste, und die Seltsamkeit — wenn die Ankündigung hält —, einen Park mit einer Offenheit zu nutzen, die die Jahrzehnte davor so nicht erlaubt hatten. Man isst, was die Stände anbieten. Man fährt mit dem Zug zurück. Der After, wenn es einen gibt, ist ein Pub in Muswell Hill oder Wood Green, keine Insel.

Hier wird weder eine Fortsetzung noch ein Kalender behauptet. Behauptet wird der prüfbare Bogen eines Samstags: 21. Juli 2018, Alexandra Palace und Alexandra Park, Simon Fell, zwölftausend Kapazität von ihm genannt, der Park laut Ankündigung geöffnet, wie er seit etwa dreißig Jahren nicht geöffnet war, das Plakat mit Lips und Mystery Jets, Ryan und Cooper Clarke, Jay und Letts, Indie, Rock und Pop. Quellen kennzeichnen es als Eintagesfestival in Ally Pally, nicht als Kaleido in Aarhus und nicht als Kaleido an der Alberta Avenue. Diese Unterscheidung ist keine Namenslaune. Sie ist die Geografie.

London braucht Alexandra Palace nicht erklärt. Das lokale Publikum behandelt das Gelände als Ort von Messen, Eisbahnen, Konzerten, die kommen und gehen. Kaleidoscope Festival versuchte 2018 etwas anderes: an einem Samstag die Musik zu versammeln, die ein Indie-Ohr schon hören wollte, und die Handwerke — Comedy, Vers, Theater, Familie —, die ein offener Park halten kann, wenn man mit dieser Ambition programmiert. Wer nur wegen eines Headliners kam, konnte einem Dichter oder einem Soundsystem-DJ begegnen. Diese Kollision ist der Charakter.

Der Name Kaleidoscope bedeutet hier Stücke eines Tages, die nicht dieselbe Farbe haben: eine Zeile von Cooper Clarke, ein Kick von Norman Jay, ein Song von Beth Orton, ein Gag von Katherine Ryan, die Psych der Flaming Lips auf einem Julirasen. Er bedeutet keine kanadische Alleekunst und keine Elektronik unter einer dänischen Brücke. Wer schreibt, sollte Ally Pally behalten, Fell, den 21. Juli, die Zwölftausend und den Park. Der Rest ist ein Homonym.

Kaleidoscope Festival versteht man am besten als Palast, der den Park für einen Samstag lieh. Zwischen Fell und den Zwölftausend, zwischen The Go! Team und Don Letts, zwischen der Dreißig-Jahre-Ankündigung und dem Zug nach Hause hatte London 2018 einen Tag aus Indie, Rock und Pop, der kein Camping verlangte. Er verlangte einen Hügel, einen Rasen und die Entscheidung, dass Comedy und Soundsystem auf dieselbe Karte passen wie The Flaming Lips.

Offizielle Website · kaleidoscope-festival.com

Social Media

Genres

INDIE

POP

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
Juli
Typische Dauer
1 Tage
Übliche Stadt
London
Längste Serie
5 Jahre hintereinander
Veranstalter
Simon Fell
Erste Edition
2018

Zeitstrahl

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