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1 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit

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Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen12023–2023
Jahre Geschichte21 Jahreseit 2006
Übliches LandVereinigtes Königreich

Über das Festival

Abbot Hall Park, Kendal, 2006: etwa neunhundert Menschen und ein Plakat, das noch ins Gedächtnis einer Grafschaft passt. Pendulum und British Sea Power spielten in einem städtischen Park in Cumbria, bevor das Festival einen Hirschwald hatte. Andy Smith und Ben Robinson verlangten kein Markengehege. Sie verlangten einen Park in Kendal und den Eigensinn, dass nordenglischer Rock, Indie und Pop auf einen Marktstadt-Samstag gehörten, nicht nur auf ein Gelände in Lancashire oder Yorkshire.

Drei Jahre später passte das Format nicht mehr nach Abbot Hall. 2009 zog Kendal Calling nach Lowther Deer Park, und dieses Hirschanwesen wurde Zuhause. Der Wechsel wird hier nicht als Zeitstrahl erzählt. Er wird erzählt als der Moment, in dem ein Treffen aus einem Stadtpark das Feld annahm: mehr Boden, mehr Camping, mehr Luft zwischen den Bühnen und eine neue Beziehung zur Landschaft Cumbrias. Wer 2006 ankam, lief einen Park. Wer ab 2009 ankam, läuft einen Deer Park.

Im selben Jahr 2009 eröffnete das Gelände die Cumbrian Olympics: absurde lokale Spiele, die nicht vorgeben, Verbandssport zu sein. Das Detail zählt, weil es den Charakter zusammenfasst. Kendal Calling hält sich nicht nur durch einen Headliner. Es hält sich durch Real Ale, durch ein Publikum, das Camping als Teil des Vertrags behandelt, und durch einen Grafschaftshumor, der kein Hauptstadtfestival um Erlaubnis bittet. 2010 erhielt es den Preis Best Small Festival. Die Auszeichnung darf kein Slogan werden. Sie misst, dass ein Treffen, das mit neunhundert Menschen begann, für die Abstimmenden ein kleines Festival war, das funktionierte.

From The Fields entstand später, als anderes Ohr desselben Hauses. Es wird hier nicht mit Kendal Calling verwechselt. Es ist das spätere Kind: mehr Dance, ein anderes Wochenende, derselbe Lowther-Boden, wenn der Kalender es erlaubt. Wer die zwei Namen mischt, mischt ein Rock-, Indie- und Popfestival mit einem Treffen, das kam, als Deer Park schon Zuhause war. Smith und Robinson halten den Ursprung; der Deer Park hält den Boden.

Das Publikumserlebnis ist Camping und Hirschpark, kein Barviertel. Man kommt über Straßen in Cumbria, nicht mit einer Hauptstadtmetro. Das Gelände wird gelaufen. Ale wird aus Gläsern getrunken, die keine Skyline verlangen. Tagsüber ist der Deer Park Horizont und Schatten; nachts ein Feld, das nach Indie und Rock klingt, ohne ein Stadion vorzutäuschen. Das Wetter im Lake District kann klar oder durchnässt sein; die Regenjacke gehört zum Cumbria-Vertrag seit Abbot Hall. Ein nasses Zelt und ein trockenes Pint gehören fest zum selben langen Cumbria-Wochenende im Deer Park. Wer vom Campingplatz zur Bühne läuft, braucht keine Stadtkarte: er braucht Stiefel für den Matsch, etwas Geduld in der Schlange vor dem Fass und Zeit, um zwischen Hirsch und Gitarre denselben Lärm zu halten, den Abbot Hall einmal angeschoben hat. Die Cumbrian Olympics bleiben das Zeichen, dass der Ernst des Rock hier einen absurden Nachbarn duldet, ohne sich für ihn zu schämen.

Das Ohr ist keine Headliner-Liste, die einen Absatz füllen soll. Pendulum und British Sea Power erklären den Start 2006: Live-Elektronik und Küstenrock, ein Norden, der nicht nur nach Talfolk fragte. Indie und Pop, die danach kamen, passen in diese These, ohne das Festival zum Museum jener ersten Nacht zu machen. Wer für eine cumbrianische Gitarre kommt, findet auch einen Bass, der pulsiert. Wer für das Ale kommt, findet ein Gelände, das echtes Bier als Teil der Landschaft behandelt, nicht als Markenstand.

Hier wird kein zwanzigstes Jubiläum als aktuelle Nachricht behauptet und kein Plakat späterer Jahrzehnte. Behauptet wird der prüfbare Bogen: 2006, Abbot Hall, neunhundert Menschen, Pendulum und British Sea Power, Smith und Robinson, 2009 Lowther Deer Park, Cumbrian Olympics, Real Ale, Best Small Festival 2010, From The Fields danach. Kendal Calling wird als Treffen erzählt, das in einem Park von Kendal begann und lernte, zu einem Deer Park zu gehören, ohne eine Großstadt zu verlangen.

Wer Kendal Calling mit einem Küstenfestival oder mit einem reinen Seefolk-Treffen verwechselt, mischt Geografien, die sich nicht berühren. Lowther ist kein Kai. Kendal ist nicht Manchester. Das Publikum kauft kein Markengehege. Es entscheidet sich, zu einem Hirschpark zu fahren, wo nordenglischer Rock mit cumbrianischem Akzent klingt und der Campingnachbar Nachbar bleibt, wenn das Set endet. Diese Seltsamkeit wird nicht in einem Londoner Büro improvisiert.

Kendal Calling versteht man am besten als Stadtpark, der nicht in der Stadt bleiben wollte. Zwischen Abbot Hall und Lowther, zwischen den Neunhundert von 2006 und dem Preis 2010, zwischen den absurden Olympics und dem Ale hatte Cumbria ein Festival, das den Süden nicht um Erlaubnis bat. Es bat um einen Deer Park, zwei Gründer und die Entscheidung, dass Indie unter Hirschen leben konnte, ohne sich als Hauptstadt-Wallfahrt zu verkaufen.

Offizielle Website · kendalcalling.co.uk

Social Media

Genres

INDIE

POP

ROCK

Steckbrief

Üblicher Monat
Juli
Typische Dauer
4 Tage
Übliche Stadt
Penrith
Veranstalter
Andy Smith y Ben Robinson
Erste Edition
2006

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