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HIP HOP - POP - ROCK
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2026
Top-Künstler
Lineup folgt — wir veröffentlichen es sobald es bestätigt ist.
4 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
LIDO SOUNDS ist ein Pop-, Rock- und Hip-Hop-Festival in Linz, Österreich. Die erste Ausgabe fand vom 16. bis 18. Juni 2023 statt, auf dem Urfahraner Marktgelände, am linken Donauufer. Arcadia Live und LIVA haben es organisiert. Es ist nicht LIDO Festival, der AEG-Termin 2025 im Victoria Park in London. Die Namen klingen nah. Fluss, Asphalt und Stadt tun das nicht.
Arcadia Live, mit Filip Potocki, und LIVA, mit Dietmar Kerschbaum, haben das Treffen ohne öffentliches Geld aufgestellt. Die lokale Presse, darunter die Krone, hat das betont: es war kein subventioniertes Festival. In Linz war das Ahoi-Festival eingestellt worden. LIDO SOUNDS hat es nicht mit demselben Plakat wiederbelebt. Es ließ eine zweite Bühne mit dem Namen Ahoi! Pop Summer Stage. Die Erinnerung an Ahoi blieb auf der Bühne, nicht auf der Hauptmarke.
Das Gelände ist ein Festplatz, keine Wiese. Das Urfahraner Marktgelände ist Asphalt, Hallen und ein Marktgrund an der Donau. Es gibt kein Camping. Wer aus Wien kommt, nimmt den Zug und fährt am selben Tag zurück. Die Zahlen von 2023 sprechen von etwa 25.000 bis 30.000 Menschen pro Tag und von einem Tagespublikum um die achtzig Prozent. Man geht hinein, hört zu, geht hinaus. Hotel oder Zug ersetzen das Zelt. Die Donau liegt daneben, aber man schläft nicht am Ufer. Auf einem Festplatz gibt der Boden nicht nach. Auf einem englischen Feld schon. Hier läuft man auf Platte und sucht Hallenschatten, wenn der Juni drückt. Essen kommt vom Stand, nicht vom Kocher am Zelt.
Es gab etwa dreißig Bands und zwei Bühnen. Freitag, der 16. Juni, trug internationalen Pop und Rock: Florence + the Machine, Giant Rooks, My Ugly Clementine. Interpol stand auf dem Cover dieser Ausgabe. Samstag, der 17. Juni, verschob das Gewicht zu deutschsprachigem Rock und einer lokalen Mischung: Die Toten Hosen, Wanda, Beatsteaks, Juju. Sonntag, der 18. Juni, schloss mit deutschem Urban-Pop und Hip-Hop: Peter Fox, Cro, Apache 207. Drei Tage, drei Publika, derselbe Asphalt.
Diese Teilung ist kein Genre-Menü zum Auffüllen. In Linz kann sich der Freitag europäischer anfühlen und der Samstag österreichischer. Der Sonntag wechselt wieder. Wer alle drei Tage macht, hört Stadion-Pop, deutschen Kneipenrock und Radio-Rap. Wer nur einen macht, wählt eine Gruppe. Die zweite Bühne, Ahoi! Pop Summer Stage, trägt kleinere Namen, während die Hauptbühne den Schluss trägt. Das Gelände ist kompakt: zwischen den Zäunen läuft man wenig.
Ankommen ist ein Stadtweg. Urfahr liegt jenseits der Donau vom historischen Zentrum. Man überquert eine Brücke. Man steigt aus der Straßenbahn oder dem Zug. Es gibt keinen Schlammweg. Es gibt Gehsteig und Festplatz-Tor. Die Junihitze liegt auf dem Asphalt. Es gibt keinen Waldschatten. Es gibt Zeltschatten und Hallenschatten. Wer vom Linzer Hauptbahnhof oder aus Wien kommt, misst den Tag an Bahnsteigen, nicht an Zelten. Nach den Headlinern wanderte der After ins Brucknerhaus, den Konzertsaal am Fluss. Das Festival stirbt nicht beim letzten Zugaben-Stück. Es wechselt in ein Gebäude mit Sitzen und Saalakustik. Der Bodenwechsel — Asphalt zu Saalteppich — markiert den Schluss stärker als eine Zugabe im Freien. Die Donau bleibt sichtbar, aber man sitzt jetzt drinnen.
Die Größe — dreißigtausend am Tag ohne Zelte — verlangt eine andere Logistik als ein Feld. Man muss zum Zug raus. Man muss Leute ernähren, die nicht am Kocher kochen. Man muss akzeptieren, dass achtzig Prozent nicht in Linz schlafen. Das prägt die Stimmung: weniger Lager, mehr Tagestour. Weniger Feuerstelle, mehr Bahnsteig. Die Donau ist ein visueller Rand, kein Camping. Wer aus Wien kommt, misst den Tag am Rückfahrplan. Ein spätes Sonntagsset muss so enden, dass der letzte brauchbare Zug noch geht, nicht mit einem Spaziergang zurück zum Zelt. Die Hallen des Marktgeländes helfen bei Regen. Sie ersetzen kein Waldzelt, aber sie halten trocken. Der Festplatz ist dafür gebaut: Markt bei Tag, Konzert bei Nacht, dann wieder leer.
LIDO SOUNDS sucht man nicht in London. LIDO Festival 2025 ist ein anderes Produkt, ein anderer Park, ein anderer Promoter. Dort kommt der Name von Lido Field. Hier kommt er von einem neuen Treffen am Urfahrer Ufer, nach dem Ahoi. Man soll auch keinen englischen Rasen erwarten. Es gibt Markt, Asphalt und zwei Bühnen. Pop, Rock und Hip-Hop passen auf diesen Festplatz, weil der Zettel nach Tagen teilt, nicht weil das Gelände wie ein britisches Feld aussieht.
LIDO SOUNDS liest man als das Festival von Arcadia Live und LIVA auf dem Linzer Marktgelände: drei Junitage, Zug aus Wien, kein Camping und kein öffentliches Geld. Florence, Die Toten Hosen und Peter Fox erklären das erste Jahr. Das Ahoi erklärt die zweite Bühne. Die Donau erklärt die Lage. Der Name wird nicht mit dem Londoner LIDO geteilt. Er bleibt in Urfahr, auf dem Asphalt am Fluss.
Genres
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