2023–2024

INDIE - POP - RAP

PULS Open Air

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✓ 2 dokumentierte Editionen — 48 Künstler haben teilgenommen

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2 Editionen zum Entdecken · Zukunft, live und Vergangenheit

Fan service

Zahlen, Heimatort und Eigenheiten

Dokumentierte Editionen22023–2024
Jahre Geschichte11 Jahreseit 2016
Übliches LandDeutschland

Über das Festival

Das PULS Open Air entstand 2016 als sommerliche Erweiterung von PULS, dem jungen Angebot des Bayerischen Rundfunks. Von Beginn an sollte es mehr sein als ein weiteres großes Festival im deutschen Kalender. Die Idee bestand darin, die ganzjährige musikalische Entdeckungsarbeit von PULS unter freiem Himmel erlebbar zu machen: junge Künstler, Acts auf dem Weg aus kleineren Szenen in ein breiteres Publikum und ausgewählte internationale Namen. Schloss Kaltenberg zwischen München, Augsburg und Landsberg verlieh dem neuen Festival sofort eine unverwechselbare Kulisse. Das für seine Ritterturniere bekannte Schloss wurde für einige Tage zu einem Gelände aus Bühnen, Camping, Nachtprogramm und moderner Popkultur.

Die Premiere lockte mehr als siebentausend Menschen an und war mit Milky Chance, Crystal Fighters, MØ, BOY, Aurora, OK KID, Kakkmaddafakka, Frittenbude, Roosevelt, Maeckes und Schlachthofbronx ausverkauft. Schon dieses erste Programm zeigte, wie PULS das Festival musikalisch verstand: Indie, Alternative Pop, elektronische Musik und deutscher Rap sollten nicht in streng getrennten Bereichen stattfinden. Die Redaktion nutzte ihre Nähe zu jungen Szenen, um noch wachsende Künstler direkt neben Acts mit internationaler Reichweite zu platzieren. Dadurch wurde das frühe Ankommen und Entdecken zu einem wichtigen Bestandteil der Festivalidee, nicht nur das Warten auf die größten Namen des Abends.

Mit den folgenden Ausgaben wurde der Gemeinschaftscharakter immer wichtiger. Camping, Aftershows, Aufenthaltsbereiche, Mitmachangebote und Formate aus dem PULS-Universum machten aus dem Wochenende mehr als eine Konzertreihe. 2019 verband das Programm unter anderem AnnenMayKantereit, Bosse, Giant Rooks, Leoniden, Alli Neumann, KitschKrieg, BHZ und Christian Löffler und zeigte damit, wie selbstverständlich Indie, Rap, elektronische Musik und zeitgenössischer Pop nebeneinander funktionieren konnten. Im Vergleich zu riesigen deutschen Festivals blieb PULS Open Air überschaubar genug, um Nähe zu bewahren, obwohl Produktion und Besucherzahlen seit der Premiere gewachsen waren.

Nach vier aufeinanderfolgenden Festivalsommern unterbrach die Pandemie diese Entwicklung. 2020 konnte keine normale Ausgabe stattfinden, stattdessen produzierte PULS digitale Inhalte aus Kaltenberg und widmete einen Teil davon der bayerischen Clubszene. Die physische Rückkehr 2022 verlief anschließend besonders schwierig. Nachdem die Veranstaltung bereits begonnen hatte, musste das weitere Festival wegen unzureichender Sicherheitskräfte beendet werden. Ohne die vertraglich notwendige Anzahl an Ordnern konnte ein sicherer Konzertbetrieb nicht garantiert werden. Diese Erfahrung führte zu einem organisatorischen Neustart: Ab 2023 veranstaltete Schloss Kaltenberg das Festival direkt, das Gelände wurde vergrößert und Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Beteiligungsmöglichkeiten neu gedacht.

In seiner letzten Phase rückte das PULS Open Air noch stärker an eine Generation heran, deren Musik zwischen sozialen Plattformen, kleinen Clubs und neuer deutscher Popkultur entstand. 2024 standen Giant Rooks, Badmómzjay, Zoe Wees, Paula Hartmann, Schmyt, Blond, Mayberg, Fatoni, Dilla, Badchieff, Bibiza, Ikkimel und Berq neben zahlreichen jungen Acts. Indie, Rap und Pop verbanden sich mit elektronischen und experimentelleren Ansätzen. Gleichzeitig gehörten Podcasts, ARD-Formate, Workshops, Yoga, Diskussionsangebote und Mitmachprojekte selbstverständlich zum Gelände. Das Festival war damit zunehmend eine reale Erweiterung der redaktionellen PULS-Welt und nicht bloß ein Musikereignis mit Medienlogo.

Die Ausgabe im Juni 2024 sollte die letzte bleiben. Im September 2025 erklärte PULS offiziell, dass das Open Air auf Schloss Kaltenberg nicht fortgesetzt werde. Statt eines einzelnen großen Festivals wolle man künftig viele kleinere, günstigere und regional verteilte Veranstaltungen in Bayern entwickeln. Damit endete eine vergleichsweise kurze, aber klar erkennbare Festivalgeschichte. PULS Open Air musste nie das größte Festival Deutschlands sein. Seine Rolle bestand darin, neue Musik sichtbar zu machen und Künstler auf dem Weg von jungen Szenen zu größeren Publika zu begleiten. Schloss Kaltenberg bot dieser Idee mehrere Sommer lang einen ungewöhnlichen und sofort wiedererkennbaren Ort.

Offizielle Website · www.br.de/puls/events/puls-open-air/index.html

Social Media

Genres

INDIE

POP

RAP

Steckbrief

Üblicher Monat
Juni
Typische Dauer
3 Tage
Übliche Stadt
Geltendorf, Bayern
Längste Serie
2 Jahre hintereinander
Veranstalter
Ritterturnier Kaltenberg Veranstaltungs GmbH
Erste Edition
2016

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