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2027Main Square Festival 2027 (15331)
Zahlen, Heimatort und Eigenheiten
Main Square Festival ist das erste Juliwochenende in der Zitadelle von Arras, im Pas-de-Calais. Das Gelände ist die Festung, die Vauban im siebzehnten Jahrhundert anlegte, heute UNESCO-Welterbe. Drei Tage, mehrere Flächen und ein Andrang, der am Wochenende 2026 einhundertsechsundzwanzigtausend Besuche erreichte. Live Nation France Festivals organisiert es, im Einvernehmen mit der Communauté urbaine d'Arras und der Stadt. Der Direktor ist Armel Campagna. Das Plakat mischt Pop, Rock, Rap und Elektronik, mit einer Bastion-Fläche für Gruppen aus den Hauts-de-France.
Man kommt mit dem Schnellzug aus Paris oder Lille und vom Bahnhof ist das Zentrum ein Fußweg. Der Festivalparkplatz liegt an der Zitadelle. Drinnen markieren Mauern und Bastionen das Gelände: das ist keine flache Ebene. Von einer Fläche zur nächsten geht man zwischen Stein und Gras. Im Juli trifft die Sonne den Hof, Wasser und eine Kappe helfen; wenn der Nordhimmel zugeht, eine Jacke. Essen und Trinken sind drinnen. Main Stage und Vauban-Fläche sind die großen. Die Bastion ist für regionales Talent. Ein Teil des Stroms kommt schon aus dem öffentlichen Netz, mit Engie und Enedis: 2026 war das Ziel, etwa achtzig Prozent mit grünem Strom zu speisen und Generatoren nur auf zwei Flächen zu lassen. Ein Tag fasst etwa vierzigtausend Menschen, also passen einhundertsechsundzwanzigtausend an drei Tagen in diese Rechnung. Die Grand-Place, wo alles begann, ist eine Reihe flämischer Fassaden, die in Europa selten ist; die Zitadelle ist eine andere Größe, mit Bastionen, die den Ton drinnen halten. Viele schlafen in Arras oder nehmen einen späten Zug zurück. Kein Camping in einem Graben ist nötig, um den Tag zu sehen: man kommt am Morgen, wechselt die Fläche zu Fuß und geht durch das Forttor. Die Bastion wird extra angekündigt, wenn das regionale Plakat steht. Zwischen Stein und Gras gibt es Stände, kein Zeltdorf. Die Mauern halten die Menge in einem Fort, nicht auf mehreren Feldern. Eine kurze Jacke reicht, wenn der Abend über den Wällen abkühlt.
Das Festival begann 2004, weil die Stadt ein großes Ereignis wollte, um die Region zu bewegen. Die erste Nacht war im Juli auf der Grand-Place, getragen von France Leduc Productions. Placebo spielte vor etwa zehntausend Menschen, mit der lokalen Gruppe Gomm davor. Der Platz, mit seiner Reihe flämisch-barocker Fassaden, hielt bis 2009 etwa dreißigtausend Menschen am Tag. 2006 zogen Depeche Mode und Muse etwa fünfundvierzigtausend an zwei Tagen. Auch Coldplay, Radiohead und Metallica gingen über diesen Platz. Der Name Main Square kommt von diesem Hauptplatz.
2010 zog das Wochenende in die Zitadelle und ist nicht auf den Platz zurückgekehrt. Das erste Jahr zwischen den Bastionen überschritt hunderttausend Besuche in drei Tagen, mit den Black Eyed Peas, Pearl Jam, Pink, Rammstein und David Guetta. Der Stein erlaubte eine größere Kapazität als die Grand-Place und fixierte das Bild: ein Festival in Stadiongröße in einem Fort des siebzehnten Jahrhunderts, ein paar Minuten vom Zentrum von Arras. Live Nation stieß zur Produktion und bucht heute das Plakat. Stadt und Gemeindeverband bleiben in der Absprache.
Das Wochenende vom 3. bis 5. Juli 2026 wurde als zwanzigste Austragung gezählt und war im Februar ausverkauft, Monate vor den Toren. Einhundertsechsundzwanzigtausend Menschen an drei Tagen. Das Plakat kreuzte Pop, Rap und Elektronik großer Säle: Katy Perry, Orelsan, Marshmello, Paul Kalkbrenner. Twenty One Pilots schlossen eine der Nächte; es war ihr einziger Termin in Frankreich. Die Presse sprach von einer vollen Zitadelle und von einem langsamen Ausgang am Ende, mit nur einem Tor, das lange offen blieb. Das ändert das Format nicht: drei Tage, mehrere Flächen, Stein ringsum und ein Zug nach Hause am Sonntagabend.
Main Square erkennt man an diesem Juli in der Zitadelle von Arras. Die Grand-Place bleibt die frühen Jahre, mit Placebo und den flämischen Fassaden. Das Haus jetzt ist Vaubans Fort: erstes Juliwochenende, Pop und Rap großer Plakate, eine Fläche für die Region und Strom, der weiter ans Netz geht. Live Nation France setzt die Namen. Die Stadt setzte den ersten Impuls 2004. Wer die Zitadelle verlässt, geht zurück in ein Zentrum aus Platz und Arkaden, nicht in ein Gewerbegebiet. Der Weg vom Bahnhof bleibt kurz. Armel Campagna leitet das Wochenende mit der Stadt, dem Gemeindeverband, Engie und Enedis in derselben Stromabsprache. Das Forttor ist Ein- und Ausgang. Wer abends geht, nimmt denselben kurzen Weg zurück zum Zug, ohne ein Zelt abzubauen. Die Steinwälle bleiben nach dem letzten Ton einfach wieder eine Festung. Eine Jacke deckt den Abend auf den Wällen. Der Zug nach Lille oder Paris wartet am selben Bahnhof, von dem man kam. Drinnen bleiben die Stände bis zum Tor offen, und draußen ist der Hof wieder ganz still.
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